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Ergonomisch geformte Maus: Gegen dem Mausarm

Wer viel am Computer arbeitet, macht oft Bekanntschaft mit ihm, dem viel gefürchteten Mausarm. Die sich ständig wiederholende Bewegung der Hand führt zur einseitigen Belastung, die wiederum ruft Schmerzen hervor. Eine ergonomisch geformte Maus schafft Abhilfe.

Computermaus © Freeimages.com/ pir Jaja

Wie eine ergonomisch geformte Maus dem Mausarm vorbeugt

Der sogenannte Mausarm macht sich oft durch brennende Schmerzen in Hand und Unterarm bemerkbar. Medizinisch wird das Phänomen Repetetive Strain Injury Syndrom genannt. Diese Bezeichnung gibt auch gleich einen Hinweis auf die Ursache: Bei der Arbeit mit der Computermaus führt die Hand immer wieder dieselben Bewegungen aus. Muskeln brauchen jedoch Abwechslung bei der Bewegung. Die einseitige Belastung führt früher oder später zu Schmerzen. Die können sich bis zum Schulter- und Nackenbereich hochziehen. Taube oder kribbelnde Finger haben ihre Ursache ebenfalls oft in der Fehlbelastung der Hand.

Eine ergonomisch geformte Maus soll der Fehlbelastung vorbeugen und bei Schmerzen Abhilfe schaffen. Da jede Hand einzigartig ist, gibt es ergonomische Computermäuse in vielen verschiedenen Ausführungen und Varianten. Mit welcher es sich am besten arbeiten lässt, muss jeder ganz individuell ausprobieren. Ergonomische Mäuse gibt es speziell für Rechts- und für Linkshänder. Das sind aber längst nicht die einzigen Unterschiede der Modelle.

Achten auf die passende Größe der ergonomischen Maus

In ihrer einfachsten Ausführung haben ergonomische Mäuse einen abgerundeten Rücken, der sich eher der natürlichen Form der Hand anpasst als eine herkömmliche Maus. Die Finger liegen leicht gespreizt und locker auf der Oberfläche auf. Die meisten Hersteller bieten ergonomisch geformte Computermäuse in verschiedenen Größen an. Wählen Sie ein Modell, dass zur Größe Ihrer Hand passt. Es empfiehlt sich, den Griff einmal im Laden auszuprobieren und verschiedene Mäuse in die Hand zu nehmen.

Idealerweise sollte die Hand komplett auf der Maus aufliegen und nicht über den Tisch reiben. Als ideal gilt ein Auflagewinkel von 25 Grad.

Trackball oder seitlich angebrachte Tasten?

Einige ergonomische Mäuse sehen herkömmlichen Mäusen recht ähnlich, mit einem runden Korpus und Tasten im vorderen Bereich. Diese Art des Eingabegerätes ist nicht immer von Vorteil. Viele Personen mit Mausarm empfinden eine Vertikal- oder Hochkant-Maus als angenehmer. Diese ergonomisch geformte Maus liegt wie ein Joystick in der Hand, die Tasten befinden sich seitlich. Der Vorteil: Die Hand behält während der Arbeit mit der Maus die natürliche Greifposition bei und muss sich nicht verdrehen. Idealerweise ist die Auflagefläche groß genug für alle Finger, damit der kleine Finger nicht über den Tisch streifen muss.

Spezielle Modelle sind wie ein Stift geformt, was eine noch natürliche Handhaltung ermöglichen soll. Durch die vergleichsweise kleine Oberfläche sind jedoch auch die Tasten kleiner, was die Bedienung etwas schwieriger macht.

Eine weitere Variante der ergonomisch geformten Maus ist mit einem Trackball ausgestattet. Statt die Maus zu bewegen, lässt sich der Cursor auf dem Bildschirm über den Trackball steuern. Das schont das Handgelenk und den Unterarm, Trackball-Mäuse funktionieren zudem auf allen Unterlagen.

Dem Touchpad nachempfundene Mäuse

Wer mit dem Laptop arbeitet, verzichtet vielleicht auf eine Computermaus und nutzt das Touchpad. Auch das beugt einem Mausarm vor, allein schon, da das Touchpad beidhändig bedient werden kann. Es gibt ergonomische Mäuse, die dem Touchpad nachempfunden sind und eine ähnliche Eingabe ermöglichen. Löst der Mausarm starke Beschwerden aus, die sich bis zu den Schultern und zum Nacken hochziehen, kann eine derartige Alternative empfehlenswert sein. Diese Computermäuse sind jedoch relativ teuer und lassen sich leider nicht mit einer ergonomischen Tastatur verbinden.

Worauf Sie beim Kauf einer ergonomischen Maus achten sollten

Suchen Sie eine ergonomische Maus, sollten Sie bei der Auswahl verschiedene Faktoren beachten:

  • die Maus sollte möglichst gut in der Hand liegen und zur natürlichen Stellung Ihrer Finger passen
  • sie sollte eine rutschfeste und matte Oberfläche aufweisen
  • die Tasten sollten sich leicht und mit minimalem Druck bedienen lassen
  • die Tasten dürfen sich jedoch nicht unbeabsichtigt aktivieren lassen
  • bei Betätigung der Tasten sollte es eine haptische Rückmeldung geben
  • idealerweise lässt sich die Empfindlichkeit der Tasten einstellen
  • die Maus sollte sich mit geringer Kraft über eine geeignete Unterlage bewegen lassen

Die optimale Platzierung der ergonomischen Maus

Für ein beschwerdefreies Arbeiten am Computer ist jedoch nicht nur die Form der Maus entscheidend. Wichtig ist zudem ihre Positionierung auf dem Schreibtisch. Um eine angespannte Körperhaltung zu vermeiden, sollte sie möglichst körpernah neben der Tastatur liegen, der eigenen Schulterbreite entsprechend. Optimalerweise liegt der Unterarm dabei komplett auf dem Arbeitstisch auf.

Entscheiden Sie sich für eine Maus mit Kabel, muss dieses lang genug sein, um Ihre Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken. Kabellose Mäuse erlauben mehr Flexibilität.

Zubehör zur ergonomisch geformten Maus: Hand- und Armauflagen

Optische Mäuse benötigen heute kein spezielles Mauspad mehr. Eine Hand- und Armauflage kann den beschwerdefreien Gebrauch der Computermaus jedoch unterstützen. Ergonomische Unterlagen verringern die Muskelaktivität bei der Eingabe und schützen den Unterarm zudem vor zu vielen unnatürlichen Drehbewegungen. Vor allem für Menschen mit Nackenbeschwerden sind sie zu empfehlen.

Doch nicht jeder kommt mit den Unterarmauflagen gut klar. Hier gilt es individuell herauszufinden, was als angenehmer empfunden wird.

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