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Filehoster nach Megaupload in Panik

» Geschrieben von Florian am 24. Jan. 2012 Veröffentlicht in Internet

Die Filehoster sind nach der Schließung von Megaupload und den reichlichen Festnahmen in Panik geraten. Eine schwammige Rechtsprechung tut ihr übriges dazu. Erste Filehoster haben ihren Dienst freiweilig und vorrübergehend eingestellt.

“All sharing functionality on FileSonic is now disabled. Our service can only be used to upload and retrieve files that you have uploaded personally”, prangert es von der Seite von Filesonic. Die haben vorerst ihren Dienst freiweilig eingestellt und wollen nun erstmal rechtlich alles prüfen lassen. Grund ist die Einstellung des Dienstes Megaupload und die festnehmen rund um Gründer Kim Schmitz aus Deutschland.

Mit fast 50 Millionen Nutzern täglich war Megaupload eine der erfolgreichsten Internetseiten. User konnten hier munter tauschen, hochladen, runterladen – ungeachtet den geltenden Bestimmungen zum Urheberrecht.

Warum ist es mit Megaupload so weit gekommen? Megaupload soll laut eigenen Angaben eine Milliarde Visits, 50 Millionen tägliche Besucher und über 150 Millionen Accounts gehabt haben. Neben kostenlosen gab es auch kostenpflichtige Accounts, dazu wurde Werbung geschaltet. Wer besonders populäre Inhalte hochlud, wurde dafür belohnt. Die Ermittlungen richten sich aktuell gegen sieben Personen und zwei Unternehmen (Megaupload Limited und Vestor Limited). Man wirft den Betreibern vor, Schaden im Wert von rund 0,5 Milliarden US-Dollar angerichtet und dabei selbst rund 175 Millionen US-Dollar verdient zu haben. Unter den Verdächtigen ist auch der Megaupload-Gründer Kim Schmitz.

Kim Schmitz – Held, Betrüger oder Unternehmer?

Dieser wurde in Neuseeland in seiner Villa auf Gesuch des FBI festgenommen. Alle festgenommenen Megaupload-Mitarbeiter warten nun auf ihre Ausweisung in die USA. Hier drohen ihnen bis zu 20 Jahre Haft.

Kim Schmitz hat sich einen Staranwalt genommen und plädiert auf Unschuldig. Doch wer ist Kim Schmitz eigentlich?

Der heute 38-jährige Unternehmer lebte mit 3 Kindern und einer Frau in seiner Villa auf Neuseeland. Bereits 2002 wurde er im Fahrwasser der New Economy  wegen Insiderhandels und Veruntreuung verurteilt. Er saß bereits einige Male im Gefängnis.

Die amerikanischen Behörden haben alle Mega-Dienste abgeschalte und weitreichende weitere Ermittlungen angekündigt.

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