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Fitbit Charge HR – das neue Fitness-Armband im Test

Nach dem Fitbit Charge und der Fitness-Waage Fitbit Aria präsentiert Fitbit sein neuestes Fitness-Armband, das Charge HR. Mit neuen Funktionen möchte das Armband die Fitbit-Fangemeinde überzeugen und neue Anwender hinzugewinnen. Wie überzeugend präsentiert sich das Fitbit Charge HR im Test?

Fitbit Charge HR Fitness-Tracker Fitbit Charge HR © Fitbit

Das Fitbit Charge HR: Unterschiede zum Vorgänger

Das Vorgängermodell, das Fitbit Charge, haben wir uns bereits im Test vorgenommen. Das Fitness-Armband überzeugte durch seine sportlich-elegante Optik, seinen Tragekomfort und die smarte Einbindung von Apps zur Überwachung der persönlichen Fitness.

Das Fitbit Charge HR (UVP 149,95 Euro) präsentiert sich genauso wie der Vorgänger in vielen unterschiedlichen Farben und Größen. Der Lieferumfang enthält das Armband selbst, ein USB-Ladekabel, ein Dongle zur kabellosen Synchronisierung mit dem PC sowie eine Kurzbeschreibung. Lieferbar ist das Fitness-Armband in zwei Größen: S für einen Handgelenksumfang von 140 – 165 mm und L für einen Handgelenksumfang von 160 – 193 mm. Genau wie beim Vorgänger kann die Größe über einen Verschluss aus anti-allergenem, chirurgischen Edelstahl eingestellt werden. Beide Armbänder sind 21 mm breit und bestehen aus flexiblem Silikon.

Ein Pluspunkt des Fitbit Charge HR ist seine extralange Akkulaufzeit. Bis zu fünf Tage soll der Akku halten – im Test konnte das Fitness-Armband dieses Versprechen auch einhalten. Neu sind außerdem ein optischer Herzfrequenzsensor, der an der Unterseite des Armbands sitzt und so den Pulsschlag aufzeichnen soll, sowie eine Anrufbenachrichtigungsfunktion.

Ein weiterer Unterschied, bei dem das Fitbit Charge im Vorteil ist: Das Fitbit Charge HR ist nur spritzwassergeschützt, im Gegensatz zum wasserfesten kleinen Bruder. Unter der Dusche sollte dem Fitbit Charge HR nichts passieren, sicherheitshalber sollte man es dennoch abnehmen. Zum Baden und Schwimmen lässt es sich nicht verwenden.

Der Funktionsumfang des Fitbit Charge HR

Fitbit Charge HR

© Fitbit

Vor allem drei neue Funktionen heben das Fitbit Charge HR von anderen Fitness Trackern ab: Über den Herzfrequenzsensor misst der Fitbit Charge HR den Puls direkt am Handgelenk. Ein separater, bei einigen Sportarten störender Gurt ist zur Herzfrequenzmessung nicht mehr nötig. In der optimalen Pulsfrequenz sollen Sportler effektiver trainieren und die Fettverbrennung steigern. Der Herzfrequenzmesser im Fitness-Armband informiert auf einen Blick, ob die eigene Trainingsintensität im optimalen Bereich liegt, ob man noch zulegen muss oder sich lieber etwas zügeln sollte. Im Test lag der Pulsmesser nicht immer ganz genau am Handgelenk auf. Für die Messergebnisse spielte das allerdings keine Rolle.

Ebenfalls neu ist die Anzeige der Anrufer-ID. Ist das Fitness-Armband mit dem Smartphone verbunden, zeigt das OLED-Display Anrufbenachrichtigungen an. Ohne das Smartphone auspacken zu müssen, kann man so entscheiden, ob man den Anruf annimmt oder nicht.

Als dritte Funktion bietet das Fitbit Charge HR eine automatische Schlaferkennung: Anhand der Bewegungsaktivität erkennt das Armband, wann sein Träger schläft und wann nicht. Bereits vom Vorgängermodell bekannt ist die Aufzeichnung der Schlafphasen zur Überwachung der Schlafqualität. Der schon bekannte Vibrationswecker ist ebenfalls wieder mit dabei.

Die weiteren Funktionen gehören zur Standard-Ausstattung eines Fitness-Armbands. So zählt das Fitbit Charge HR:

  • Schritte
  • die Länge der zurückgelegten Strecke
  • verbrannte Kalorien
  • Etagen
  • aktive Minuten
  • geschlafene Stunden

Der Pulsmesser

Der Pulsmesser ist das wohl größte Argument für den Fitbit Charge HR. PurePulse nennt Fitbit die Funktion, die 24 Stunden lang, an sieben Tagen in der Woche den Puls überwacht. Auf diese Weise lässt sich der Ruhepuls genauso wie der optimale Trainingspuls ermitteln. Das Charge HR misst den Puls mittels zweier LED. Die machen mit ihrem Licht Veränderungen in der Haut sichtbar, wie sie entstehen, wenn sich die Kapillaren während des Herzschlags ausdehnen und zusammenziehen. Ein Sensor erfasst diese Änderungen und der Fitness-Tracker errechnet daraus den Pulsschlag.

Im Alltag zeigt das Fitness-Armband sehr präzise Messergebnisse. Beim Sport braucht der Pulsmesser ein wenig, um auf den ansteigenden Puls zu reagieren. Brustbänder zeigen hier schneller einen höheren Pulsschlag an als der Fitbit Charge HR. Sobald sich das Armband auf die höhere Pulsfrequenz eingestellt hat, funktioniert der Pulsfrequenzmesser aber wieder sehr genau.

Genauigkeit der weiteren Funktionen

Wie viele Fitness-Tracker zählt auch das Fitbit Charge HR Schritte nicht 100% genau, die Werte liegen aber in einem sehr guten Bereich. Einen guten Überblick über die tägliche Aktivität gewinnt man damit allemal. Zwischen Etagen in einem Haus und einem Hügel kann das Fitness-Armband nicht zuverlässig unterscheiden, das erweist sich aber in der Praxis als kaum relevant.

Display und Anzeige

Das Fitbit Charge HR verfügt nur über einen einzigen Knopf, mit dem sich die Anzeige auf dem OLED-Display steuern lässt. Nach dem Einschalten zeigt das Armband im Standardmodus die eingestellte Uhrzeit an. Mit jedem weiteren Druck auf den Knopf lässt es sich durch das Display scrollen, angezeigt werden:

  • Schritte
  • aktueller Puls (Puls in Echtzeit)
  • zurückgelegte Strecke
  • verbrauchte Kalorien
  • Etagen
  • Zeit des nächsten Alarms

Drückt man den Knopf ein wenig länger, startet die Stoppuhr.

Synchronisation mit Smartphone und PC

Im Trainingsmodus zeichnet das Armband Trainingseinheiten auf. Um den Trainingsverlauf, die Erfolge und die persönliche Entwicklung zu überwachen, muss das Fitbit Charge HR mit dem Fitbit Dashboard synchronisiert werden. Mit der Fitbit App lassen sich Tempo und Streckenverläufe auch unterwegs auf dem Smartphone anzeigen.

Bevor das Fitness-Armband eingerichtet werden kann, muss es zunächst einmal laden. Das funktioniert über das mitgelieferte USB-Kabel und den Anschluss an den PC. Nach etwa 1,5 bis 2 Stunden ist der Akku aufgeladen und das Armband einsatzfähig.

Die Kopplung mit dem PC oder dem Smartphone erfolgt über Bluetooth 4.0. Für die Kopplung mit dem Smartphone benötigt man die Fitbit App von Fitbit Inc, die es sowohl im Apple Store, als auch im App Store für Android und Windows Phone gibt. Nach dem Herunterladen der App aktiviert man die Bluetooth-Funktion des Smartphones. Auf dem Display des Trackers erscheint nach erfolgter Verbindung eine Nummer, die als Passwort für die App eingegeben werden muss. Nun kann man die Fitbit App starten und sie den Anweisungen zufolge einrichten. Das ist in wenigen Minuten erledigt.

Zur Kopplung mit dem Computer dient der mitgelieferte Dongle. Der wird am USB-Port des Computers angeschlossen. Unter http://www.fitbit.com/setup kann man im Anschluss das Programm Fitbit Connect herunterladen und damit das Armband und den Computer koppeln. Das erlaubt den Zugriff auf das Fitbit Dashboard.

Das Fitbit Dashboard

Wer bereits ein Fitbit Charge oder die smarte WLAN-Waage Fitbit Aria besitzt (hier geht es zum Testbericht der Fitbit Aria), kennt das Fitbit Dashboard bereits. Auf der Online-Plattform Fitbit Connect lassen sich die Trainingsergebnisse, die aktiven Minuten, die Schlafqualität und Schlafdauer darstellen und im zeitlichen Verlauf miteinander vergleichen. Das Dashboard ist übersichtlich und selbsterklärend aufgebaut. Auf einen Blick können Hobbysportler ihren aktuellen Trainingszustand mit verschiedenen Zeitpunkten vergleichen. Es lassen sich individuelle Ziele festlegen oder Freunde und Verwandte zu Challanges einladen. Die Fitbit App checkt zudem den Nährstoff- und Kaloriengehalt der täglichen Nahrung. Besitzer der Fitbit Aria können ihre Abnehmerfolge direkt in Verbindung mit ihrem Training und ihrer Ernährung bringen.

Das Dashboard ist ein großer Motivator. Hängt man einmal durch, machen die Challanges und der übersichtlich dargestellte Trainingsverlauf wieder Lust auf Bewegung.

Fazit

Trainieren in der optimalen Pulsfrequenz: Mit seinem einbauten Pulsmesser überwacht das Fitbit Charge HR dauerhaft den Herzschlag. Ein echter Mehrwert für alle Hobbysportler, die im optimalen Pulsbereich trainieren, aber auf ein Brustband verzichten möchten. Die Anrufbenachrichtigung ist ein nützliches Extra, informiert aber leider nicht über SMS. Für das USB-Ladekabel gibt es einen Spezialanschluss, kein anderes Ladekabel passt, Nutzer sind immer auf das Originalkabel angewiesen. Mit seiner praktischen App und dem übersichtlichen Dashboard erweist sich der Fitness-Tracker trotz dieses winzigen Mankos als überaus praktisches und motivierendes Hilfsmittel bei der täglichen Aktivitätsmessung.

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