News Ticker

Google-Institut ab Oktober

Google wirbelt derzeit nur so mit Geld um sich. Neben dem großen Projekt, dem Aufbau des Sozialen Netzwerks Google+, investiert der Suchmaschinendienst ab Oktober in ein neugegründetes Institut. Gemeinsam mit der Berliner Humboldt-Universität (HU), der Universität der Künste (UdK), dem Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlins und dem Hamburger Hans-Bredow-Institut für Medienforschung ein Institut zur Erforschung des Internets. Google selbst fungiert eher im Hintergrund. Während die Unis arbeiten, schießt Google Geld dazu. In den nächsten drei Jahren je 1,5 Millionen Euro.

„Freiheit und ihre Grenzen sind in diesem Medium ja … fließend! Das hat man sich alles vor dreißig Jahren nicht träumen lassen.“ Das sagte Martin Rennert, der Präsident der UdK. Gemeint ist das hoch-moderne Internet. Als eine kritische Stimme fragte, was macht Google in diesem Institut? „Nur das Geld geben“, ließ man verlauten, wenngleich HU-Präsident Jan-Hendrik Olbertz meint, dass man die immense Erfahrung des Suchmaschinendienstes nutzen  möchte. 1998 wurde ein ähnliches Institut gegründet. Damals hieß es dem Berkman Center for Internet & Society. Wo gegründet? Im geschichtsträchtigen Havard zu Boston  (USA). Heute heißt das Ganze Google-Institut, dass im Oktober 2011 seine Arbeit in Berlin aufnehmen wird. Was genau erforscht wird ist noch recht nebulös, zumindest wird „das ominöse Internet“ auf Herz und Nieren geprüft.

So ist zum Beispiel auch „Google Bücher“ ein Thema. Denn wie sagte es Thomas Schildhauer von der UdK: Das „Recht auf das geistige Eigentum“ sei ja „auch ein wichtiges Thema“. Google-Bücher scannt seit Jahren Bücher für den Dienst, stellt sie der Welt online zur Verfügung, ohne die Verfasser zu beteiligen oder gar zu fragen. So wurde gleich eine Stimme im Publikum laut, dass Deutschland ja sowieso viel zu kritisch sei. Man könnte das am Beispiel Google Street View ja dick unterstreichen. Google Vertreter May Senges würde gerne wissen, wie die deutsche Gesellschaft denn so tickt. Achso….

Man darf gespannt sein, was das Institut abarbeitet und was am Ende dabei herauskommt. Vielleicht wird ja ein Leitfaden geschaffen, wie man sich in Zukunft im Netz zu bewegen hat. Warum sind wir Deutsche denn auch so kritisch?