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Sicherer Speicher für große Datenmengen

Läuft das Netzwerk rund und alle Computer funktionieren, ist der Gedanke an regelmäßige Daten-Backups meist weit entfernt. Tritt dann doch mal der Ernstfall ein, gehen im schlimmsten Fall auf einen Schlag zahlreiche wichtige Dateien verloren. Für Unternehmen bedeutet der Datenverlust auch einen herben finanziellen Einschnitt. Storage Area Networks können eine Alternative für die sichere Datenspeicherung sein.

Serverrack © freeimages.com/ Whrelf Siemens

Datenverlust kann für Unternehmen teuer werden

Hand aufs Herz: Wer denkt daran, die auf dem Computer oder im Netzwerk gespeicherten Daten regelmäßig zu backupen? Vielen Nutzern fällt dieses Versäumnis erst auf, wenn sie dann wirklich nicht mehr auf ihre Daten zugreifen können. Wenn sich zum Beispiel die Festplatte des Rechners verabschiedet. Oder wenn Schadsoftware wie kürzlich die Ransom-Software „WannaCry“ die Daten auf der Festplatte verschlüsselt und nicht mehr freigibt. Für Privatleute ist der Verlust von persönlicher Korrespondenz, Fotos und Videos tragisch genug. Für Unternehmen geht es um mehr: Hier droht der Verlust von Kundendaten, betriebsinternen Dokumenten und wichtigen Nachweisen. Datenverlust kann da schnell ins Geld gehen.

Während Privatnutzer ihre wichtigen Daten auf externen Speichermedien ablegen können, reicht diese Lösung schon für kleine und mittelständische Unternehmen nicht mehr aus. Größere Unternehmen leisten sich eventuell einen eigenen Backup-Server. Nur: Befindet sich dieser im selben Gebäude wie die restliche IT, übersteht er vielleicht Hacker-Angriffe und einen Systemabsturz. Im Falle eines Feuers, einer Überschwemmung oder anderer Hardware-Schäden jedoch nützt auch der sicherste Backup-Server im eigenen Haus nichts mehr.

Die Vorteile von Storage Area Networks

Eine Alternative bieten ausgelagerte Storage Area Networks, kurz SAN. In derartigen Netzwerken, wie sie zum Beispiel das SAN von 1&1 bietet, können Unternehmen große Datenmengen speichern. Ein Vorteil: Ein externes SAN befindet sich nicht im eigenen Gebäude, ist daher vor Schäden durch Feuer, Hochwasser, etc. im Unternehmen geschützt.

Storage Area Networks gelten zudem als besonders ausfallsicher. Das liegt an ihrer speziellen Architektur: Server und Laufwerke sind voneinander abgekoppelt. Die Einzelspeicher sind miteinander verknüpft, dazwischengeschaltete Server fungieren als Administrator. Parallel zum SAN existiert immer ein LAN. Dieses erkennt das SAN als einen einzigen Speicher, was für eine hohe Datenübertragungsrate zwischen den Speicherorten und den Servern sorgt. Dadurch kann ein SAN selbst im laufenden Betrieb Daten sichern, ohne die Kommunikation zwischen SAN und LAN zu überlasten. Selbst bei sehr vielen gleichzeitigen Zugriffen auf die Datenspeicher, wie sie in großen Unternehmen häufig vorkommen, bleiben die Übertragungsgeschwindigkeiten hoch.

SANs arbeiten zudem extrem effizient, da sie die Speichermedien gleichmäßig auslasten. Das Lesen und Schreiben auf die Speicher organisiert der SAN-Server, was die übrigen Komponenten des Netzwerks entlastet. Selbst bei hoher Auslastung arbeitet ein SAN so nahezu verzögerungsfrei.

Backup-Strategie für Unternehmen

Ein Storage Area Network bietet also eine zugleich sichere wie anwenderfreundliche Backup-Lösung für die Speicherung großer Datenmengen. Die wichtigsten Daten sollten zusätzlich auf mit einem lokalen Backup gesichert werden. Wichtig ist ein regelmäßiger Backup-Turnus, der auch eingehalten wird. Unternehmen sollten einen oder mehrere Mitarbeiter bestimmen, die für die Datensicherung verantwortlich sind. Fühlt sich niemand zuständig, verläuft die beste Backup-Strategie schnell im Sande. Bevor man sich für eine Backup-Lösung entscheidet, sollte man diese zudem mindestens einmal testen. Das erspart jede Menge Ärger im Ernstfall.

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