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Smarthome Gartenbewässerung: Welche Systeme gibt es?

Die Gartenbewässerung gehört nicht unbedingt zur Lieblingsarbeit vieler Gärtner. Vor allem in den Sommermonaten und damit zur schönsten Ferienzeit stellt sie Gartenbesitzer vor Probleme: Wer wässert den Rasen, wenn niemand zuhause ist? Eine Smarthome Gartenbewässerung soll diese Arbeit ganz automatisch erledigen. Welche Systeme gibt es auf dem Markt?

Gardena smartsystem Water Control Set © Gardena.de

Dank Smarthome geht die Gartenarbeit leichter von der Hand

Der Sommer ist da, die Sonne lacht: Die Menschen freuen sich, doch Rasen und Blumen brauchen an heißen und trockenen Tagen besonders viel Pflege. Und wer kümmert sich eigentlich um den Garten, wenn die ganze Familie im Sommerurlaub ist? Smarthome Systeme zur Gartenbewässerung sollen Gärtnern die Bewässerung ihrer Pflanzen abnehmen.

Bewässerungsuhren für Ventile sind bereits ein alter Hut. Smarte Bewässerungssysteme wollen aber noch mehr Komfort bieten: Eine Smarthome Gartenbewässerung lässt sich von unterwegs aus per App steuern. Mit einem Sensor erkennen die smarten Bewässerungssysteme zudem von selbst, wann der Boden zu trocken ist. Ohne menschliches Eingreifen heißt es dann: Wasser marsch.

Tatsächlich sind Systeme zur smarten Gartenbewässerung noch eher rar. Gardena und Kärcher bieten auf dem deutschen Markt Bewässerungssysteme an, die vollautomasiert arbeiten. Der Hozelock Bewässerungstimer Cloud Control kann ebenfalls per App gesteuert werden.

Gardena smart Water Control Set

Gardena smart Water Control Set

© Gardena

Das Gardena smart Water Control Set (hier im Test) besteht aus dem Gardena smart Gateway und dem Gardena smart Water Control, der zwischen Ventil und Gartenschlauch angebracht wird. Das System lässt sich über die Gardena smart App für iOS und Android bedienen. So lässt sich die Bewässerung auch aus dem Büro oder aus dem Urlaub einschalten. Der Betrieb startet auch über den Multifunktionsknopf direkt am Gerät. Über die App erhalten Gartenbesitzer zudem eine Frostwarnung.

Der Gardena smart Gateway lässt sich im Wohnbereich platzieren. Über den vorhandenen Router stellt er eine Internetverbindung her und damit die Verbindung zwischen App und Gardena smart Water Control.

Am Gerät selbst können Gärtner zudem einen individuellen Bewässerungsplan einstellen. Die Bewässerungszeit muss jedoch für jeden Tag einzeln festgelegt werden. Nutzer bemängeln, dass der Timer noch nicht ganz zuverlässig funktioniert. Für den Betrieb sind drei AA 1,5 Volt Batterien nötig.

Das Gardena smart Water Control Set bei Amazon

Wollen Sie Wasser sparen und nur dann bewässern, wenn der Boden wirklich trocken ist? Dann können Sie das Gardena smart Bewässerungssystem um den Gardena smart Sensor ergänzen. Der Sensor wird einfach in den Boden gesteckt und misst Temperatur, Lichtstärke sowie Bodenfeuchtigkeit. Über Funk mit dem Gardena smart Gateway verbunden, sendet der Sensor diese Daten auch an die App. So können Gartenbesitzer entscheiden, ob sich die Bewässerung lohnt oder nicht.

Die wichtigste Funktion fehlt jedoch noch: die sensorgesteuerte Bewässerung. Noch gibt der Sensor keinen Befehl an den Gardena smart Water Control weiter, automatisch mit der Bewässerung zu beginnen, wenn der Boden zu trocken wird. Gardena plant aber, diese Funktion für die Sommersaison 2017 nachzureichen.

Der Gardena smart Sensor bei Amazon

SensoTimer ST 6 Ecologic von Kärcher

Kärcher SensoTimer

© Kärcher

Der SensoTimer ST 6 Ecologic von Kärcher kam 2016 auf den Markt. Kärcher kooperiert mit der herstellerübergreifenden Plattform Qivicon. Ein Quivicon-Smarthome-System ist daher Voraussetzung, damit die Smarthome Gartenbewässerung funktioniert.

Zum Lieferumfang gehören ein bis zwei Wasserausgänge, die SensoTimer, und ein bis zwei Sensoren. Die Feuchtigkeitssensoren lassen sich als Erdspieß in Pflanzennähe in den Boden stecken. Der Bewässerungsautomat wird einfach zwischen Ventil und Gartenschlauch angebracht.

Der Sensor misst die Bodenfeuchtigkeit und übermittelt diese per Funk an den SensoTimer. Gartenbesitzer können individuell auswählen, ab welchem Feuchtigkeitsgrad die Bewässerung starten soll. Fünf Stufen stehen zu Verfügung. Wird der gewählte Wert unterschritten, startet der SensoTimer automatisch zum nächsteingestellten Zeitraum mit der Bewässerung. Ist der Boden noch feucht, fließt kein Wasser. Auf diese Weise hilft der Kärcher SensoTimer dabei, Wasser zu sparen.

Pro Tag lassen sich bis zu zwei Bewässerungszeiten einstellen, die maximale Bewässerungsdauer beträgt 90 Minuten. Per Knopfdruck können Gartenbesitzer die Bewässerungszeit auch um 24 Stunden aussetzen und ihren Garten auf Wunsch manuell bewässern. Kärcher stellt außerdem eine App für iOS und Android zur Verfügung.

Nicht im Lieferumfang sind die zwei 9 Volt-Batterien, die der SensoTimer zum Betrieb benötigt.

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Hozelock Bewässerungstimer Cloud Controller

Hozelock Bewässerung

© Hozelock

Ohne Sensoren, aber mit Apps für iOS und Android kommt die Smarthome Gartenbewässerung von Hozelock daher. Der Hozelock Bewässerungstimer Cloud Controller besteht aus einem Hub, der an den Router angeschlossen wird, und dem Bewässerungstimer selbst. Dieser wird wiederum einfach zwischen Ventil und Gartenschlauch angebracht.

Über die App können Gartenbesitzer individuelle Zeitpläne zur Bewässerung festlegen. Die App ist außerdem mit einem Wetterdienst verbunden, der darüber informiert, wann es wieder regnen soll. Ist eine lange Regenzeit angesagt, lassen sich die Bewässerungspläne bis zu 14 Tage pausieren. In Trockenzeiten kann dagegen die Bewässerungsmenge erhöht werden. Per Fingertouch lässt sich die Bewässerung zudem auch unabhängig der voreingestellten Pläne starten.

Der Hozelock Bewässerungstimer Cloud Control ist zwar im deutschen Amazon-Shop erhältlich. Die entsprechenden Apps gibt es jedoch nicht im deutschen App-Store. Hier ist eine Anmeldung im US App-Store erforderlich.

Der Hozelock Bewässerungstimer bei Amazon

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