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Smartphones: Samsung überholt Apple

Machtwechsel bei den Smartphone-Giganten: Konnte sich bisher Apple mit seinem iPhone die absolute Pole-Position unter den Anbietern der modernen mobilen Kommunikation sichern, wurde das Samsung Galaxy S3 im dritten Quartal 2012 deutlich häufiger verkauft. 18 Millionen Geräte setzen die Südkoreaner von Samsung in den drei Monaten ab. Apple verkaufte im selben Zeitraum nur 16,2 Millionen Exemplare seines iPhones 4S.

Marktführerschaft für Samsung wahrscheinlich nur von kurzer Dauer

Das Samsung Galaxy S3 ist damit momentan das meistverkaufte Smartphone der Welt. Das zeigen Berechnungen des Marktforschungsinstituts Strategy Analytics. Experten erwarten allerdings, dass die Niederlage für Apple nur von kurzer Dauer sein wird. Immerhin erschien vor wenigen Wochen bereits das neue iPhone 5. Zahlreiche Apple-treue Kunden werden auf dessen Erscheinen gewartet haben. Vor allem im Weihnachtsgeschäft stehen die Chancen für Apple gut, ihr neues iPhone 5 an den Mann zu bringen.

Verkaufsstart bleibt hinter den Erwartungen zurück

Der Verkaufsstart für das iPhone 5 war jedenfalls vielversprechend: Bereits innerhalb der ersten drei Tage sollen rund fünf Millionen Geräte über den Ladentisch gegangen sein – eine Million mehr Smartphones, als zum Verkaufsstart des iPhone 4S umgesetzt werden konnten. Der Konzern war allerdings mit noch höheren Erwartungen gestartet: Rund zehn Millionen Handys sollten eigentlich verkauft werden. Einige Kunden zeigten sich allerdings darüber enttäuscht, dass bahnbrechende Neuerungen beim iPhone 5 fehlen. Auch Apples eigener Kartendienst, der Google Maps auf den iPhones ersetzen soll, führte bei den Usern eher zu Spott als zu Begeisterung. Zudem soll zu schnelles Scrollen zu Problemen bei der Bildanzeige führen.

Produktionsschwierigkeiten bei Foxconn

Einer der wichtigsten Gründe dafür, dass die Verkaufszahlen noch hinter den Erwartungen zurückbleiben, sind allerdings die Produktionsprobleme beim Unternehmen Foxconn. Foxconn ist der wichtigste Lieferant für Apple, konnte die gewünschte Menge der Smartphones allerdings nicht rechtzeitig produzieren. Foxconn führt als Gründe für die Verzögerung die hohe Komplexität des Mobilphones an: Schon das Auminiumgehäuse sei sehr empfindlich, daher dauere die Produktion länger als erwartet. Apple musste derweil mit einem Sinken seiner Aktienwerte zurechtkommen. Da das Weihnachtsgeschäft allerdings gerade erst beginnt, besteht noch Hoffnung, dass der Konzern seine Fans ein weiteres Mal zum fleißigen Kaufen animieren kann.

Bildnachweis: iPhone at Macworld  © blakeburris – flickr.com