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Software kaufen – so abwägig?

» Geschrieben von Martin am 26. Nov. 2010 Veröffentlicht in Allgemein, Internet, Software

Ist mein Windows legal?RapidShare, The Pirate Bay – die Namen der Seite sind so vielfältig und bekannt wie die Inhalte illegal…oder zumind. ziemlich nah dran. Computer umgeben uns mehr denn je. Software läuft nicht mehr nur auf dem Rechner an der Universität oder der Schule. Zu Hause, auf dem Smartphone, auf der Spielkonsole oder im Kühlschrank. Erstaunlich ist jedoch, dass immer weniger von uns bereit sind Software als Kunst (oder wenigstens Arbeit) zu respektieren. Ist das Kaufen von Software wirklich so unmodern und unlogisch wie es scheint?

Der Trend ist nicht neu, aufweisbar und doch erschreckend. Es soll nicht immer nur auf einen geschimpft werden – weder auf die Raubkopierer noch die Medienindustrie. Eines bleibt jedoch: die Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in dieser Frage. Man muss sich also fragen wie es dazu kam. Sind die Preise für Filme und CDs wirklich überteuert? Verdienen die Stars dieser Welt nicht sowieso schon genug? Ist das Raubkopieren nicht gar ein Akt der Solidarität? Vielleicht sind Benutzer illegaler Software einfach nur einem Gratis-Rausch verfallen. Wieso für etwas bezahlen was ich gratis bekommen kann? Wo liegt die Hemmschwelle einen Film oder eine teure Software illegal herunterzuladen und z.B. Jeans und T-Shirt zu entwenden? Preislich können beide jedoch manchmal sehr weit auseinander liegen. Es stellt sich die Frage, ob nicht auch die Industrie an diesem Trend Schuld ist insofern der menschliche Nerv gekitzelt wird immer eine Professional- oder Ultimate-Version haben zu wollen obwohl man sie gar nicht braucht.

Ein anderer Standpunkt ergibt sich, wenn man die Möglichkeiten einmal genauer betrachtet, legal im Netz unterwegs zu sein. Eine Musik-CD für 10 oder 15 Euro ist bedeutend billiger als ein Konzert-Ticket. Ein wirklich guter Film ist, meiner Meinung nach, viel mehr wert als den Ladenpreis. Aber auch softwaremäßig lässt sich viel auf legale Art unternehmen. Das fängt beim Betriebssystem an. Linux ist mittlerweile mehr als eine Alternative. Es gibt in letzter Zeit viel mehr gute Freeware als noch vor Jahren. Und sind die üblichen 20 Euro für eine Software, die man täglich oder wöchentlich benutzt, wirklich zu viel verlangt?

Ganz konkret gibt es viele Ansatzmöglichkeiten. Die Deutsche Telekom betreibt verschiedene Dienste mit denen man einfach, günstig und legal Musik kaufen und Software downloaden kann. Das heißt: in den meisten Fällen geht das illegale Downloaden nicht sehr viel schneller als das legale Kaufen. Alle aufzulisten wäre zu viel des Guten. Jedoch zeigt sich, dass legal kaufen nicht immer altmodisch, langsam und etwas für Leute mit zu viel Geld sein muss.

User Kommentare

  1. Sarah | 27. November 2010 um 19:56 Uhr

    tja in zeiten wo alle es gewohnt sind kostenlos und illegal alles downloaden zu können, haben die internetnutzer jetzt verlernt auch mal für ware zu bezahlen, hoffentlich wird es da mal bald einen sinneswandel geben bei den menschen…qualität hat eben ihren preis

  2. Wüstenigel | 2. Februar 2011 um 0:16 Uhr

    Bei der meisten Software lohnt sich der Aufwand nicht, sie illegal zu beziehen. Lieber 1x regulär kaufen und dann immer die Updates etc. ohne Stress ziehen. Die meisten Dienste, für die ich Geld bezahle, laufen eh im Netz (Software as a Service) und sind eher schwer zu kopieren. ;)

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