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Testbericht Gigaset elements camera

Von unterwegs nachschauen, was zu Hause passiert: Überwachungskameras vermitteln ein Gefühl von mehr Sicherheit. Gigaset ergänzt sein elements-System ebenfalls um eine WLAN-Kamera, die Gigaset camera. Mit Infrarot-LEDs macht sie Aufnahmen auch in der Nacht. Wir haben uns die Funktionalität der Überwachungskamera im Test angesehen.

Gigaset camera Gigaset camera © Gigaset

Alles im Blick mit der Gigaset camera

Die Smarthome-Lösung von Gigaset, das Gigaset elements Set, haben wir uns vor Kurzem erst in einem Testbericht genauer angesehen. Zur Erweiterung bietet Gigaset eine WLAN-Kamera an, schlicht Gigaset camera betitelt (99,99 Euro). Die Kamera lässt sich aber nicht nur im Set, sondern auch als Einzellösung verwenden.

Als kleine, handliche Überwachungskamera soll sie ihren Nutzern zeigen, ob Zuhause alles in Ordnung ist. Bewegt sich etwas, soll sie eine eine Benachrichtigung ans Smartphone schicken. HD-Aufnahmen macht sie nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht. Welche Funktionen genau möglich sind, unterscheidet sich je nach gebuchtem Paket. Weiter unten gehen wir auf die einzelnen Pakete und die unterschiedlichen Preise ein.

Die Überwachungskamera macht einen guten ersten Eindruck

Wie alle Geräte aus der Gigaset elements Serie ist auch die Kamera im schlichten Weiß gehalten und präsentiert sich im dezenten Design. Ein Hingucker ist sie nicht, soll sie aber auch gar nicht sein, sondern im Gegenteil möglichst unauffällig mit ihrer Umgebung verschmelzen. Zum Lieferumfang gehören neben der kleinen Kamera ein Ethernetkabel, ein Stromkabel mit Verlängerung und ein Standfuß, der sich mit zwei Schrauben auch als Wandhalterung verwenden lässt.

Die Kamera ist mit einem standardgemäßen Schraubgewinde ausgestattet, ließe sich bei Bedarf also auch auf ein handelsübliches Stativ schrauben. Sie muss an den Stromkreislauf angeschlossen werden – dadurch liegt natürlich ein Kabel herum. Das Stromkabel kann mit der beiliegenden Verlängerung auf 3 Meter gebracht werden, so ist immerhin auch ein größerer Abstand zur Steckdose möglich.

Mit wenigen Schritten ist die Kamera eingerichtet

Gigaset camera Befestigung

© Gigaset

Die Gigaset elements Serie zeichnet sich durch eine besonders einfache Einrichtung aus. Auch Laien gelingt hier der Aufbau des Smarthome-Netzwerks in wenigen Minuten. Die Gigaset camera bildet da keine Ausnahme.

Zunächst muss die Gigaset App für iOS oder Android aufs Smartphone geladen werden. Wer die Kamera mit Gigaset elements nutzt, kann sie auch über das Webinterface einrichten.

Damit die App die Kamera als neues Element erkennt, muss man sie im ersten Schritt mit dem Router und der Steckdose verbinden. In der App wird dann die Kamera als Element ausgewählt und schon startet die Einrichtung. Dabei muss der Aktivierungsschlüssel der Kamera eingegeben werden, der sich auf deren Rückseite befindet. Anschließend das WLAN-Passwort eingeben und schon ist die Überwachungskamera auch mit dem heimischen WLAN verbunden.

Was kann die Gigaset camera?

Welche Funktionen bietet die Gigaset Kamera nun im Einzelnen? Zunächst einmal macht sie 30 Bilder pro Sekunde mit einer Auflösung von 720p. Für Überwachungszwecke reicht das durchaus aus. Sind Gesichter gut ausgeleuchtet, lassen sie sich auch gut erkennen. Gesichter im Schatten sind etwas schwieriger auszumachen.

Am Tage zeichnet die Gigaset camera in Farbe auf. Darüber hinaus beherrscht sie dank eines Infrarot-Emitters Nachtaufnahmen. Die sind schwarzweiß und etwas grobkörnig, unterscheiden sich aber nicht von anderen Infrarot-Aufnahmen. Die Infrarot-LEDs verfügen über 15 Meter Reichweite. Der Infrarot-Emitter leuchtet allerdings deutlich rot durch die Dunkelheit; für Einbrecher ist die Kamera daher leicht auszumachen.

Über ein Mikrofon verfügt die Kamera ebenfalls, damit lassen sich Eindringlinge auch belauschen.

Zoomen funktioniert über die App leider derzeit noch nicht. Prinzipiell können die Aufzeichnungen gespeichert werden, das ist allerdings nicht kostenlos. Für wie lange die Kamera aufzeichnet und für welchen Preis, hängt vom jeweiligen Paket ab.

Die Gigaset Kamera als Stand-Alone-Lösung: 5 Zahlungsvarianten

Zum einen können Sie die Kamera als Stand-Alone-Lösung zusammen mit der Gigaset camera App anwenden. Alle Pakete lassen sich mit einer unbeschränkten Anzahl an Kameras nutzen, bieten Aufnahmen in HD-Auflösung und die Möglichkeit, Videos auf dem Smartphone zu speichern. Bei Einsatz mehrerer Kameras lässt sich im „Multi-Cam“-Modus zwischen den einzelnen Ansichten wechseln.

  • Free (kostenlos): manuelle Aufzeichnung für 30 sek., keine automatische Aufzeichnung bei Bewegung, 2 Tage Speicherzeit
  • Bronze (0,99 Cent pro Monat oder 9,99 Euro pro Jahr): manuelle Aufzeichnung für 30 sek., unbegrenzte Aufzeichnung bei Bewegung, 1 Woche Speicherzeit, eine programmierbare Zone
  • Silver (1,99 Euro pro Monat oder 19,99 Euro im Jahr): 2 min. manuelle Aufzeichnung, unlimitierte Aufzeichnung bei Bewegung, 2 Wochen Speicherzeit, eine programmierbare Zone
  • Gold (4,99 Euro im Monat oder 49,99 Euro im Jahr): unlimitierte manuelle Aufzeichnung, unlimitierte Aufzeichnung bei Bewegung, 4 Wochen Speicherzeit, zwei programmierbare Zonen
  • Hallo Camera (0,99 Euro Einmalzahlung für 3-monatiges Testpaket): unlimitierte manuelle Aufzeichnung und Aufzeichnung bei Bewegung, 4 Wochen Speicherzeit, zwei programmierbare Zonen.

Die Kamera mit der Gigaset elements App

Wer die Kamera in ein Smarthome mit weiteren Geräten aus der Gigaset elements Serie einsetzen möchte, kann die Nutzung mit der Gigaset elements App buchen. Hier stehen ebenfalls fünf Pakete zur Auswahl, Free, Safety, Smart und Director's Cut sowie das Welcome-Package, das als dreimonatiges Testpaket für einmalig 0,99 Euro gebucht werden kann. In Verbindung mit der Gigaset elements App lassen sich Videos auf dem Video Webserver speichern.

Das Free-Paket gleicht dem Free-Paket der Stand-Alone-Lösung. Safety entspricht dem Bronze-Paket, Smart dem Silver-Paket und Director's Cut dem Gold-Paket. Die Besonderheit bei der Kombination mit der elements App: Ab dem Safety-Paket zeichnet die Kamera automatisch bei Alarm auf, fünf Minuten lang. Öffnet sich die Haustür („Home Coming“), erfolgt eine automatische Aufzeichnung für 30 Sekunden. Ab dem Safety-Paket lassen sich beliebig viele 30-sekündige Videos aufzeichnen und über die App herunterladen, ab dem Smart-Paket sind zweiminütige Aufzeichnungen möglich. Die Director's Cut-Variante bietet die Option, beliebig viele, beliebig lange Videos aufzuzeichnen und herunterzuladen.

Die technischen Daten der Gigaset camera auf einen Blick

  • Farbe: weiß
  • Konformität: CE, REACH, WEEE, POP
  • Verschlüsselung: WPA2 für WLAN
  • Video: HD Qualität (720p mit bis zu 30 FPS), H.264, autom. Weißabgleich, Nachtsicht
  • Anforderungen: installierte Gigaset Camera App oder installierte Basistation „base“ mit der Gigaset Elements App
  • Lieferumfang: 1 Standfuß bzw. Wandhalterung, 1 Steckernetzteil, 1 Ethernetkabel
  • Schaltnetzteil: 100 – 240 V, 50 -60 Hz, 0,5 A (max.)

Unser Fazit zur Gigaset elements camera

Mit 99,99 Euro Anschaffungspreis gehört die Gigaset camera zu den günstigeren Überwachungskameras. Sie lässt sich auch vollkommen ohne Abo nutzen. In der kostenlosen Variante müssen Anwender allerdings auf die automatische Aufzeichnung bei Bewegung verzichten und Videos werden nur für zwei Tage gespeichert. Pluspunkte sind die einfache Einrichtung und die Infrarot-LEDs. Die Kamera lässt sich spielend einfach in ein bestehendes Gigaset elements-Netzwerk einbinden. In Verbindung mit Tür- und Fenstersensoren ergibt sich so ein leistungsstarkes Überwachungsnetzwerk zum verhältnismäßig kleinen Preis.

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