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Testbericht Gigaset GS160

Noch knapp vor Weihnachten stellte Gigaset das neue Smartphone aus dem eigenen Hause vor. Gigaset GS160 lautet der Name des Einsteigergeräts. Für günstige 149,00 Euro soll es jede Menge Funktionen mitbringen. Ein „Value-for-Money-Produkt“ nennt Gigaset selbst das Handy. Wie viel Wert bietet das Gigaset GS160 tatsächlich fürs Geld? Wir haben es uns im Test angesehen.

Gigaset GS160 mit austauschbarem Akku © Gigaset

Viel Ausstattung für einen kleinen Preis

Für kleines Geld möchte das Gigaset GS160 eine große Ausstattung bieten. Damit geht der Konzern eine deutlich andere Richtung als noch im Sommer 2016. Damals präsentierte Gigaset die ersten eigenen Smartphones. Mit einem Preis von rund 550 Euro wollten diese in der oberen Smartphone-Klasse mitspielen. Schon bald nach der Markteinführung wurde es aber wieder ruhiger um das Gigaset ME und ME Pro. Jetzt also der erneute Versuch mit einem preiswerten Einsteiger-Smartphone.

Das kommt unter anderem mit einem 5 Zoll großen Bildschirm mit IPS-HD-Touchdisplay und Smart-Touch-Funktionen daher. Für Tempo soll ein 1,3 GHz Vierkernprozessor von MediaTek sorgen, der 1 GB RAM mitbringt. Integriert ist außerdem ein 1 GB Flashspeicher, der per microSD-Karte auf 128 GB erweitert werden kann. Für eine lange Laufzeit sorgen soll ein austauschbarer 2.500–mAh-Li-Ion Akku.

Arbeitet mit Android 6.0 Marshmallow

Als Betriebssystem nutzt das Gigaset-Smartphone Android 6.0 Marshmallow – nicht, wie andere neue Geräte, die neueste Version Android 7.0 Nougat. Gigaset verspricht regelmäßige Wartungsupdates, schließt ein Update auf Android 7.0 aber aus. Es sind nur wenige Apps vorinstalliert: die Gigaset Info-App, eine Telekom-App und eine Tankstellen-App. Alle lassen sich einfach deinstallieren.

Diese Spezifikationen können sich natürlich nicht mit den Smartphones der Oberklasse messen. Selbst viele Mittelklassegeräte bringen einen 2 Ghz-Prozessor, mehr Arbeitsspeicher und einen größeren internen Speicher mit. Das Gigaset GS160 ist aber eben auch ein Einsteiger-Smartphone – für den kleinen Preis lesen sich die Features recht ordentlich.

Mit an Bord ist außerdem eine 13-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitz. Auf der Vorderseite ist eine 5-Megapixel-Kamera für Selfies verbaut. Die Kamera löst auf bestimmte Bewegungen, etwa auf ein Lächeln oder ein Peace-Zeichen hin, automatisch aus. Das Gigaset GS160 verfügt außerdem über einen Dual-SIM-Slot, um es mit zwei SIM-Karten zu betreiben. Für eine schnelle Internetverbindung steht 4G LTE zur Verfügung.

Was diese technischen Daten in der Praxis bedeuten, haben wir uns im Test angesehen.

Der erste Eindruck

Das Design des Gigaset GS160 ist eher unauffällig. Für den günstigen Preis erwartet aber wohl auch niemand ein besonders auffälliges Äußeres.

Das Gigaset ME und ME Pro kamen noch mit einem Glasgehäuse daher. Das Gigaset GS160 ist mit einer Gehäuserückseite aus Kunststoff ausgestattet. Die ist griffig und macht einen durchaus wertigen Eindruck. Darüber hinaus lässt sich die leicht biegsame Abdeckung recht einfach abnehmen. Stabil genug, um diesen Prozess auch viele Male durchzustehen, wirkt sie.

Unter der Abdeckung befindet sich unter anderem der Akku.Der ist austauschbar, ein Vorteil, den das Gigaset Smartphone so einigen Oberklassegeräten voraus hat. Ebenfalls unter der Abdeckung: die Slots für die microSD- und die beiden SIM-Karten.

An der Seite befindet sich ein Micro-USB-Anschluss, über den bereits vorhandene Ladegeräte weiterverwendet werden können.

Das Gehäuse fällt weiterhin durch seine weich abgerundeten Kanten auf. Die Vorderseite besteht aus stabil wirkendem Glas. Um das Display verläuft ein relativ breiter Rand. Obwohl das 5 Zoll-Display schon eher in die nur mittelgroße Kategorie gehört, misst das Gehäuse dadurch 144 x 72,3 x 9,5 Millimeter. Dennoch liegt es gut in der Hand.

Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite

Auf der Rückseite des Gehäuses befindet sich ein Fingerabdruck-Sensor. Über diesen lässt sich das Smartphone entsperren. Doch der Sensor kann noch mehr: Auf Wunsch lassen sich damit auch Fotos aufnehmen oder Anrufe annehmen. Auch der Wecker lässt sich mit einem Druck auf den Sensor ausschalten. Insgesamt speichert das Gigaset GS160 bis zu fünf verschiedene Fingerabdrücke. Für die Preisklasse ist das ungewöhnlich viel Funktion.

Das Display

Gigaset GS160

© Gigaset

Mit 1280 x 720 Pixeln und 294 ppi bietet das 5 Zoll-Display eine HD-Auflösung, die man in dieser Preisklasse erwarten kann. Die Farben und Kontraste könnten etwas satter sein, dafür ist der Bildschirm hell, Texte lassen sich gut lesen. Der Blickwinkel ist ausreichend groß, auch bei seitlicher Aufsicht lassen sich Bildschirminhalte noch erkennen.

Gigaset GS160: Display mit Smart Features

Gigaset hat den Smartphone-Bildschirm darüber hinaus mit sogenannten Smart Features ausgestattet. Eine davon ist die „Smart Draw Funktion“: Zeichnet man ein bestimmtes Symbol auf den Bildschirm, soll sich die gewünschte App öffnen. Besonderes künstlerisches Talent ist dafür nicht gefragt, das Zeichnen einfacher Symbole reicht im Test völlig aus. Wer ein „W“ zeichnen, öffnet damit zum Beispiel WhatsApp. Ein „S“ führt zu den neuesten Sportergebnisse.

Bis zu acht verschiedene Symbole sind hinterlegt und können verschiedenen Apps zugeordnet werden. Das Feature ist eine nette Spielerei und macht Spaß.

Die Smart Features wollen zudem das Erstellen von Screenshots einfacher machen. Mit den Fingern von oben nach unten wischen – und schon speichert das Smartphone den aktuellen Bildschirminhalt. Im Test funktioniert auch das problemlos.

Die Kamera

Die Hauptkamera auf der Rückseite löst wie beschrieben mit 13 Megapixel auf. Sie eignet sich vor allem für Aufnahmen bei Tageslicht. Am Smartphone-Bildschirm machen die Fotos einen guten Eindruck. Auf dem PC betrachtet, zeigt sich schnell ein recht deutliches Bildrauschen. Bei schwierigen Lichtverhältnissen schwächelt die Kamera. Für alltägliche Schnappschüsse reicht sie aber vollkommen aus.

Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite hat einen fixen Fokus. Sie eignet sich nicht nur für Selfies, sondern auch für Videochats.

Die Performance

Der Vierkernprozessor MT6737 von MediaTek kommt auch im Alcatel Shine Lite zum Einsatz. Mit 1.3 GHz bietet er eine anständige Performance für die meisten Funktionen. Spiele laufen mit Einschränkungen. Der nur 1 GB große Arbeitsspeicher kommt bei vielen geöffneten Apps an seine Grenzen. Sind nur wenige Anwendungen geöffnet, läuft das Betriebssystem dagegen rund.

Von den 16 GB internem Speicher stehen ab Werk 11 GB zur freien Verfügung. Das ist vergleichsweise ordentlich. Wer den Speicher mit einer microSD auf 128 GB erweitert, hat ausreichend Platz für Tausende von Fotos, Filmen und anderen Dateien.

Fazit: Gutes Einsteiger-Smartphone mit einigen nützlichen Features

Zugegeben: Auf einen großen Arbeitsspeicher, viel internen Speicherplatz und die neueste Android-Version müssen Anwender beim Gigaset GS160 verzichten. Die Kamera eignet sich auch eher nur für Schnappschüsse. Für ein Einsteigergerät bringt das Gigaset Smartphone aber doch einige nützliche Features mit.
Die Verarbeitung ist stabil. Der Akku lässt sich bei Bedarf austauschen. Bereits vorhandene Ladegeräte können verwendet werden. Der Multifunktons-Fingerabdruck-Sensor ist in dieser Preisklasse außergewöhnlich. Die Smart Features des Touchscreens machen Spaß. Nicht zuletzt punktet der extrem günstige Preis von gerade einmal 149 Euro.
Seit dem 15. Dezember 2016 gibt es das Gigaset GS160 im Handel.

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