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Testbericht Lenovo Yoga 900: Das Convertible-Notebook

Handlich, leicht und vielseitig, so präsentieren sich die Geräte der Lenovo Yoga Serie. Der jüngste Zuwachs heißt Lenovo Yoga 900. Das Convertible Notebook ist zwar nicht gerade günstig, zeigt sich aber deutlich schneller als der Vorgänger, ist mit Windows 10 ausgestattet und bietet bis zu 16 GB RAM. Wir haben uns das Convertible einmal angesehen.

Lenovo Yoga 900 Convertible

Das Lenovo Yoga 900 – der erste Eindruck

Zugegeben, günstig ist das Lenovo Yoga 900 nicht. 1.499 Euro kostet die Version mit 256 GB SSD Speicher aktuell bei Amazon, für 1.699 Euro ist die Variante mit 512 GB Speicherplatz zu haben. Was bietet das Convertible fürs Geld? Auf den ersten Blick schon einmal ein schlankes und elegantes Gehäuse. Mit dem konnte schon der Vorgänger, das Lenovo Yoga 3 Pro, punkten. Was zunächst aussieht wie ein herkömmlicher Laptop, entpuppt sich schnell als wesentlich vielseitiger: Lenovo hat 2013 den Trend der Convertibles gestartet, bei denen sich der Bildschirm mittels eines Scharniers um 360 Grad drehen lässt. Der Laptop lässt sich so auch wie ein Tablet verwenden, bietet aber dennoch den Komfort einer vollwertigen Laptop-Tastatur.

Mit seiner Größe von 32,4 x 22,5 x 1,5 cm und einem Gewicht von etwa 1,3 Kilogramm ist das Lenovo Yoga 900 unter den Laptops ein Leichtgewicht, für ein Tablet jedoch vergleichsweise schwer. Auf dem Schoss gehalten, wird das Gerät aber auch bei längerer Nutzungsdauer nicht zu schwer.

Die Verarbeitung ist wie von Lenovo gewohnt hochwertig. Das Scharnier besteht aus robustem Metall und hält den Bildschirm beim Transport sicher an Ort und Stelle, lässt sich bei Bedarf aber leicht zum Umklappen des Bildschirms bedienen. Das Gehäuse des Geräts besteht aus Kunststoff, der allerdings ebenfalls einen sehr hochwertigen Eindruck macht. Fingerabdrücke sind auf der Oberfläche kaum zu sehen. Gleiches gilt für die Innenseite rund um die Tastatur. Diese ist mit einer feinen, lederartigen Struktur versehen und bietet eine sehr angenehme Haptik. Die gummierte Handballenablage erlaubt ein bequemes Arbeiten selbst bei längerem Tippen.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Gerät das Ladegerät, ein USB-Kabel und ein Benutzerhandbuch.

Die technischen Daten

  • Maße: 324 x 225 x 14,9 mm, 1.270 g
  • Prozessor: Intel Core i7-6500U (1,83 GHz mit Turbo-Boost-Technik 2.0 bis zu 2,25 GHz 4MB Cache)
  • 16 GB RAM
  • QHD + LED 13,3 Zoll Multi-Touch-Display
  • Grafikkarte: Intel® HD Graphics 520
  • 720p Webcam
  • 256 GB oder 512 GB Festplatte
  • Akku: 9 Stunden Akkulaufzeit, 4 Zellen Akku / 66 Wh
  • WLAN 802.11A, 802.11 A/C, 802.11B, 802.11G, 802.11n

Das Display

Lenovo Yoga 900Wie schon das Vorgängermodell Yoga 3 Pro ist auch das Yoga 900 mit einem 13,3 Zoll großen Touchscreen ausgestattet. Das Display bietet eine Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixel und eine Helligkeit von 300 nits – im Vergleich mit anderen Geräten nicht besonders hell, aber heller als das Vorgängermodell. Dafür kann die Blickwinkelstabilität überzeugen, auch von der Seite her ist der Bildschirminhalt noch gut zu erkennen. Geschützt wird das Display von Gorilla-Glas.

Die Farbdarstellung des Yoga 900 ist zwar gut, dennoch wären etwas schärfere Kontraste wünschenswert. Dunkle und graue Bereiche erscheinen etwas matschig. Ein weiteres Manko des Bildschirms: Das Display spiegelt leider, was das Arbeiten im Sonnenschein eher unangenehm macht. Wer mit dem Rücken zum Fenster sitzt, muss die Helligkeit auf den maximalen Wert einstellen, um noch etwas erkennen zu können. Für ein Convertible, das viele Nutzer auch outdoor verwenden wollen, ist das spiegelnde Display eine echte Schwachstelle.

Die Tastatur

Lenovo hat dem Yoga 900 eine 6-Reihen-Tastatur inklusive Funktionstasten gegönnt, eine echte Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger. Die Tasten sind extrem leichtgängig, was zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die Shift-Taste ist etwas klein ausgefallen. Die Tasten sind etwas eingelassen, das Keyboard liegt dadurch auch im Tabletmodus nicht auf dem Tisch auf. Die Tastatur ist mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, was das Arbeiten bei ungünstigen Lichtbedingungen erleichtert und die gleich mehrere Helligkeitsstufen bietet. Öffnet man das Display um mehr als 190 Grad, schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung automatisch ab. Die Tasten und das Touchpad werden in diesem Fall deaktiviert, sodass es im Tabletmodus nicht zu einer versehentlichen Eingabe kommt.

Das Touchpad gehört mit Abmessungen von 9 x 6 cm zu den kleineren seiner Art, die Maustasten sind integriert. Diese bieten einen geringen Hub, aber ausgezeichnete Reaktionen inklusive akustischer Rückmeldung. Die Oberfläche des Touchpads ist leicht angeraut, um den Fingern etwas Widerstand zu bieten.

Anschlüsse und Ausstattung

Das Lenovo Yoga 900 bietet zwei USB 3.0-Anschlüsse sowie einen USB-Typ-C-Port mit Video-Out, einen USB-2.0-Anscluss und einen 4-in-1-Speicherkartenleser. Einen HDMI-Anschluss gibt es nicht, für Video-Out muss der USB-Port genutzt werden, wofür eventuell ein Adapter notwendig ist.

Ausgestattet ist das Convertible mit dem Betriebssystem Windows 10 Home mit einigen vorinstallierten Anwendungen. Über die Lenovo Settings-App lässt sich das Windows-Startmenü erreichen, wo Anwender alle Lenovo-spezifischen Einstellungen an einem Ort finden.

Das Lenovo Yoga 900 bringt Dual-Band-WiFi nach WLAN-Standard 802.11 ac und bietet einen sehr guten WLAN-Empfang. Außerdem ist Bluetoot 4.0 mit an Bord.

An der Oberseite des Displays ist eine 1-Megapixel HD-Kamera angebracht. Diese bietet keine überragende Auflösung, eignet sich aber zufriedenstellend für gelegentliche Videochats – zumindest bei guten Lichtbedingungen. Eingebaut sind JBL-Stereo-Lautsprecher mit Dolby-DS-1.0-Home-Theater-zertifiziertem Sound, die für einen satten Klang sorgen. Eine allzu hohe Lautstärke sollte aber niemand von diesem Laptop erwarten, wer es lauter mag, muss mit externen Lautsprechern arbeiten. Der Klang erscheint dafür natürlich und unverzehrt.

Prozessor und Performance

Herz des Lenovo Yoga 900 ist ein Prozessor der jüngsten Core-i-PGeneration Skylake von Intel. Der Core-i7-Chip sorgt für ein erfreuliches Tempo. Das Convertible bietet maximal 16 GB Arbeitsspeicher und eine SSD Festplatte mit entweder 256 oder 512 GB.

Bei der Arbeit zeigt sich das Gerät angenehm leise. Lenovo hat neue Lüfter verbaut, die nicht nur für eine geringere Geräuschentwicklung, sondern auch für eine weniger schnelle Verschmutzung des Geräts sorgen sollen. Der letzte Punkt konnte im Test noch nicht bestätigt werden, dafür war der Testzeitraum schlicht zu kurz, dafür erfreute die vergleichsweise geringe Temperaturentwicklung.

Die Akkulaufzeit

Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von 9 Stunden im Betrieb mit eingeschaltetem WLAN. Verbaut ist dafür ein 71 Wh Akku. Wie lange der Akku tatsächlich durchhält, hängt natürlich in erster Linie davon ab, was das Gerät leisten muss. Mit ausgeschaltetem WLAN und bei halber Helligkeit erreichte das Yoga 900 annähernd die versprochenen 9 Stunden. Beim Surfen im Netz im eingeschaltetem WLAN hielt der Akku immerhin noch rund 8 Stunden durch.

Fazit: Leichtes, schnelles Gerät mit leider spiegelndem Display

Das Lenovo Yoga 900 überzeugt als handliches und leichtes Convertible, das sich überallhin mitnehmen lässt. Sowohl im Laptop- als auch im Tabletmodus ist das Arbeiten angenehm und geht leicht von der Hand. Der Prozessor sorgt für ein schnelles Arbeitstempo. Leider spiegelt das Display, was die Einsatzmöglichkeiten des Convertible Laptops im Freien einschränkt. Zudem fehlt ein HDMI-Anschluss, was Anwender stören könnte, die gerne externe Monitore anschließen möchten. Im Bereich Convertibles hat Lenovo mit diesem Gerät aber immer noch die Nase vorn.

Das Lenovo Yoga 900 mit 512 GB bei Amazon

 

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