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Der Fitbit Charge im Praxistest – wie fit ist das Fitness-Armband?

Fitness-Armbänder liegen im Trend. Die kleinen Geräte am Handgelenk zeichnen unter anderem auf, wie viele Schritte Sie am Tag laufen und wie viele Kalorien Sie dabei verbrauchen. Der Fitbit Charge Armband überwacht darüber hinaus auch ihre Schlafqualität und möchte mit einer besonders langen Akku-Laufzeit punkten. Kann der Fitness-Tracker in der Praxis überzeugen?

Fitbit Charge am Handgelenk © Fitbit

Der erste Eindruck

Viele Fitness-Armbänder bieten zwar praktische Funktionen; ihr Kunststoffarmband, das oft in leuchtend bunten Farben daherkommt, sieht aber oft wenig hochwertig aus. Der Fitbit Charge präsentiert sich zurückhaltender und in zurückgenommener Farbgebung. Der Tracker wird sogar erstaunlich edel. Es gibt ihn in drei verschiedenen Größen: S ist für einen Handgelenksumfang von 140 bis 165 mm vorgesehen, L passt an Handgelenke mit 195 bis 916 mm Umfang. Das extragroße Fitness-Armband ist nur direkt über Fitbit zu bestellen. Alle Armbänder sind 21 mm breit, also etwa so breit wie eine gängige Armbanduhr. Das Armband besteht aus einem flexiblen Kunststoff, der besonders haltbar sein soll. Der Verschluss ist aus chirurgischem Edelstahl gefertigt und dadurch anti-allergen. Der Verschluss lässt sich angenehm leicht öffnen und schließen. Das OLED-Display erscheint hell und ist groß genug, um alle Daten gut erkennbar anzuzeigen. Die Daten erscheinen in Echtzeit: Schritt für Schritt zählt das Fitbit Charge jede Bewegung mit und zeichnet den Kalorienverbrauch auf.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Armband selbst noch ein USB-Ladekabel und ein Dongle zur kabellosen Synchronisierung. Den Charge gibt es für 129,99 Euro – unter den Fitness Armbändern bewegt sich das Gerät damit in der eher gehobenen Preisklasse.

Diese Funktionen bietet der Fitbit Charge

Der Fitbit Charge bringt einen 3-Achsen-Beschleunigungsmesser, einen Höhenmesser und einen Vibrationsmotor mit. Seine Messinstrumente zeichnen nicht nur geleistete Schritte auf, sondern erkennen auch, wie viele Stockwerke die Träger heute schon hinauf gestiegen sind.

Diese Funktionen sollen Ihnen nun im Einzelnen dabei helfen, Ihren Tag aktiver zu gestalten und Ihre Aktivitäten besser im Überblick zu behalten:

  • Ein Aktivitätstracker zählt Ihre gelaufenen Schritte, misst die gelaufene Streckenlänge, zeigt, wie viele Kalorien Sie verbraucht haben und wie viele Minuten Sie am Tag aktiv waren. Mit einem Druck auf den Knopf an der Displayseite blättern Sie durch die unterschiedlichen Anzeigen. Tippen Sie zweimal auf das Display, zeigt dieses Ihren Wunschwert an, den Sie mit der Fitbit App festlegen können.
  • Das Fitness-Armband überwacht auch Ihren Schlaf, erkennt, wann Sie einschlafen, und weckt Sie am morgen mit einem stummen Vibrationsalarm.
  • Das Fitbit Charge lässt sich auch als Armbanduhr nutzen. Vier verschiedene Ziffernblätter stehen zur Auswahl.
  • Gehen Anrufe auf kompatiblen Mobiltelefonen ein, zeigt das Fitbit Charge die Caller ID.

Sie können Ihre persönlichen Ziele für jeden Tag eingeben. Haben Sie diese erreicht, vibriert das Fitness-Armband. Der Tracker speichert minutengenaue Bewegungsdaten für sieben Tage, die Tagesgesamtwerte sind für 30 Tage abrufbar, um Ihnen den Vergleich Ihrer Aktivität und Ihrer Schlafqualität über mehrere Tage und Wochen zu gewährleisten. Bequem auswerten können Sie die Statistiken über den Computer, das Smartphone oder ein Tablet. Das Fitbit Charge lässt sich kabellos mit allen gängigen Geräten synchronisieren, rund 120 Smartphones sind kompatibel. Anders als beim Vorgängermodell lässt sich der Sensor übrigens nicht aus dem Armband herausnehmen und an einer anderen Körperstelle befestigen. Das kann bei einigen Trainingseinheiten vielleicht etwas stören.

Die Schlaf-Aufzeichnung

Der Fitbit Charge ist nicht nur ein Aktivitäts-Tracker, sondern zeichnet wie beschrieben auch die Schlafphasen des Nutzers auf. Anhand von Bewegungen in der Nacht erkennt das Armband, wie gut und ruhig sein Träger schläft. Die Ergebnisse können Nutzer am Morgen am Dashboard auswerten und sehen, wie erholsam ihr Schlaf tatsächlich war. Zwar schläft man dadurch nicht unbedingt besser, erhält aber eventuell Anhaltspunkte, wann es in der Nacht besondere Aktivitätsphasen gibt und wann der Schlaf leichter wird. Ebenso sehen Nutzer, in welchen Phasen und zu welchen Zeiten sie besonders ruhig und erholsam schlafen.

Am Morgen soll der Vibrationswecker Schläfer besonders schonend aus dem Schlummer reißen. Wie gut man mit dem sanften Wecker zurechtkommt und ob man ihn überhaupt bemerkt, muss wohl jeder für sich selbst ausprobieren.

Die Daten-Auswertung

Der Fitbit Charge

© Fitbit

Tag für Tag hat der Fitbit Charge nun brav Ihre Bewegung und Ihre Schlafmuster aufgezeichnet. Jetzt wollen Sie wissen, ob Sie Ihre Fitness in dieser Zeit verbessert haben? Das Gerät macht die Auswertung einfach, da es sich kabellos über Bluetooth 4.0 mit einer Vielzahl von kompatiblen Computern und Smartphones verbindet. Kompatibel ist der Fitness-Tracker mit iOS, Android und Windows. Die Übertragungsreichweite über Bluetooth beträgt sechs Meter. Möchten Sie Ihre Daten am Rechner überprüfen, können Sie das Fitness-Armband auch über USB an den Computer anschließen und es dabei gleichzeitig laden.

Um Ihre Fortschritte zu überprüfen, laden Sie sich einfach die Fitbit Charge App herunter. Die ist einfach und schnell installiert und bietet verschiedene Optionen:

  • In übersichtlichen und gut verständlichen Diagrammen zeigt die Software Ihre Trainingsfortschritte an.
  • Mit Mobile Run zeichnet die Software Ihre Laufwerte auf und bildet Streckenverläufe ab.
  • Sie können einen monatlichen Trainingskalender anlegen.
  • Die App checkt den Nährstoff- und Kaloriengehalt Ihrer täglichen Nahrung. Mit einem Barcodeleser lesen Sie einfach den Barcode gekaufter Lebensmittel ein oder wählen Lebensmittel aus einer großen Datenbank. Hier sind zwar einige Marken nicht enthalten, Nutzer können diese aber selbst nachtragen.
  • Mögen Sie den sportlichen Wettbewerb? Dann laden Sie Freunde und Verwandte zu Fitbit ein und messen sich mit ihnen in Bewegungs-Challanges.
  • Für noch mehr Motivation legen Sie ein Ziel fest sowie verschiedene Meilensteine, die Sie auf dem Weg zu Ihrem Trainingsziel erreichen möchten. Für jeden erfolgreich absolvierten Meilenstein gibt es ein Abzeichen.

Wer die intelligente WLAN-Waage von Fitbit besitzt, kann auch gleich sein Gewicht mit der App synchronisieren. Andere Nutzer tragen ihr Gewicht einfach von Hand ein.

Lange Akku-Laufzeit

Ein echtes Highlight des Fitbit Charge ist der leistungsstarke Lithium-Polymer Akku. Der hält ganze sieben bis zehn Tage durch, selbst, wenn der Fitness-Tracker durchgängig am Handgelenk getragen wird. Das ist weit länger als vergleichbare Fitness-Tracker durchhalten. Zum Laden schließen Sie das Fitness-Armband einfach über das beiliegende USB-Kabel an den Computer an. Nach ein bis zwei Stunden ist der Akku wieder aufgeladen.

Der Tragekomfort

Fitbit verwendet für sein Fitness-Armband ein Elastomer, das auch für viele Sportuhren und einige Smart-Watches eingesetzt wird. Das Armband lässt sich durch die sieben Steckvorrichtungen an der Innenseite sehr genau an den Umfang des eigenen Handgelenks anpassen und sitzt dadurch sehr bequem. Es ist nicht schwerer als eine Armbanduhr und stört daher im Alltag nicht. Unter dem Kunststoff-Armband schwitzt die Haut natürlich ein wenig schneller, besonders bei Bewegung. Das Armband lässt sich bei Bedarf aber leicht reinigen. Es kann einfach mit einem weichen Handtuch abgetrocknet werden. Mit etwas Wasser und einem seifenfreien Reinigungsmittel lässt sich Schweiß entfernen.

Der Fitbit Charge ist spritzwassergeschützt, übersteht Regen also unbeschadet. Zum Duschen sollten Sie das Fitness-Armband dennoch abnehmen – mehr Ihrer Haut zuliebe als aus Rücksicht auf den Charge.

Fazit

Der Fitbit Charge ist ein bequem zu tragendes, edel wirkendes Fitness-Armband, das eine ganze Reihe von praktischen Funktionen bietet. Wer ein Extra an Motivation braucht, um seine Aktivitätsrate zu erhöhen, kann sich über die Fitbit App mit Freunden und Verwandten zu Challenges verabreden. Zur weiteren Motivation gibt es Medaillen für erreichte Teilziele. Als kleiner, persönlicher Trainer für das Handgelenk ergänzt der Fitbit Charge das Training so durchaus sinnvoll. Wie nützlich die Funktion ist, den Schlaf zu überwachen, muss vermutlich jeder Träger für sich selbst herausfinden. Für Sportmuffel und Trainings-Einsteiger ist der Preis eventuell etwas zu hoch; für Sportler, die ihr Training besser überwachen wollen, ist der Fitbit Charge aber eine praktische Ergänzung.

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