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Die Contour ROAM3 Actioncam im Test

An Land machen viele Kameras hervorragende Aufnahmen. Spitzenbilder auch unter Wasser möchte die Actioncam Contour ROAM3 abliefern. Bis zu zehn Meter Tiefe ist die Kamera auch ohne Spezialgehäuse wasserfest, macht Einzel- wie auch Serienaufnahmen und zeichnet auch Videos auf. Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.

Contour ROAM3 Actioncam © Contour/ Amazon

Die Actioncam für Unterwasseraufnahmen

Wer in den Urlaub fährt, hat nicht nur was zu erzählen, sondern möchte in der Regel auch tolle Aufnahmen mitbringen. Fotos vom Urlaubsort sind wertvolle Erinnerungsstücke. Wer im Urlaub gerne aktiv ist, braucht eine Kamera, die viel mitmacht und nicht nur an Land funktioniert. Faszinierende Unterwasserlandschaften bieten sich schließlich geradezu für sehenswerte Fotos und spektakuläre Videos an. Ob beim Schnorcheln oder beim Tauchen in geringen Tiefen, die Action Camera Contour ROAM3 möchte ihren Besitzer auch in nasse Gefilde begleiten. Auch auf dem Rad, beim Segelfliegen, Skifahren oder Fallschirmspringen kann die Helmkamera dabei sein – eben überall dort, wo es um Action geht. Der Hersteller bewirbt sich als am einfachsten zu bedienende Actioncam. Ist da was dran? Wie gut sind die Aufnahmen und wie leicht lässt sich die ROAM3 tatsächlich handhaben? Das hat Servervoice.de getestet.

Der erste Eindruck & technische Daten

Schon auf den ersten Blick macht die ROAM3 einen robusten Eindruck, fällt allerdings auch etwas klobiger aus als die meisten anderen Actioncams. Dafür braucht sie kein Spezialgehäuse, um wasser- und stoßfest zu sein. Das schwarze Gehäuse besteht aus stoßfestem Aluminium und ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von zehn Metern. Mit Maßen von — liegt das Gehäuse noch gut in der Hand. Integriert ist außerdem eine Gewinde-Halterung, die mit allen Standard-Stativen und -halterungen kompatibel ist. Wer die Hände frei haben möchte, kann die Kamera also auch an einer Helmhalterung befestigen. Soll die Kamera nicht beim Tauchen, sondern zum Beispiel bei rasanten Fahrten mit dem Mountainbike gute Bilder abliefern, lässt sie sich mit der Universalhalterung auch am Lenkrad befestigen. An der Seite befinden sich Führungsschienen – im Lieferumfang sind Klebepads für die Schienen inbegriffen. Das eröffnet noch mehr Befestigungsmöglichkeiten. Damit man die Kamera nicht aus Versehen ein- oder ausschaltet, ist sie mit einem Einrastschalter versehen.

Zum Lieferumfang gehören neben Kamera und Objektivschutzklappe eine Tasche, zwei Klebehalterungen (eine drehbar, eine nicht drehbar), eine Schlaufe für die Halterung, ein Ersatzklebepad, ein Sicherungsclip sowie ein USB-Kabel.

Das kann die Contour ROAM3:

  • Fotomodus für Einzel- und Serienaufnahmen
  • Direktaufzeichnung von Videos mit 1080p bei 30 Frames/Sekunde oder 720p bei 60 Frames/Sekunde
  • Blickwinkel: 170 Grad
  • Linse drehbar um 270 Grad
  • Speicherplatz: 8 GB
  • Akkukapazität für 3,5 Stunden ununterbrochene Aufzeichnung; fest verbauter Akku, nicht austauschbar

Über ein Full-HD-Display verfügt die Actioncam nicht.

Die Konfiguration

Die ROAM3 soll ihren Besitzer bei allen Abenteuern begleiten. Unterwegs konfigurieren lässt sie sich allerdings nicht. Die Konfiguration ist lediglich über eine Textdatei am Rechner möglich bzw. mit der kostenlosen Contour-Software „Storyteller“. Das immerhin funktioniert sehr schnell und komfortabel, das Konfigurationsmenü ist intuitiv und selbsterklärend. Die Software eignet sich auch zur nachträglichen Bildbearbeitung.

Mit der Contour ROAM3 unterwegs

Beim Fotografieren und Filmen mit der ROAM3 hilft ein integrierter Laserpointer. Der ermöglicht eine genaue Ausrichtung der Kamera. Die drehbare Optik erweist sich als extrem praktisch, da sich das Bild so jederzeit gerade rücken lässt; auch dann, wenn die Kamera mechanisch nicht anders ausgerichtet werden kann. Die Befestigungen sitzen zuverlässig und sicher; auch die beiden kleinen Klebepads erweisen sich in der Praxis als sehr haltbar. Die Bedienung ist tatsächlich kinderleicht: Motiv anvisieren, mit dem Laser die Cam ausrichten lassen und den Auslöseschalter nach vorne schieben – schon zeichnet die Kamera Videos auf. Ein Druck auf die Status-Taste genügt, und die Kamera wechselt in den Foto-Modus. Der Wechsel zwischen Einzelbildmodus und Serienbild ist ebenfalls einfach, Videos filmt die Cam auch auf einfachen Knopfdruck. Die Schalter lassen sich gut ertasten, so kann die Kamera auch ausgelöst werden, wenn man sie nicht im Blick hat.

Contour hat der Actioncam einen sehr langlebigen Akku gegönnt, dank dem auch auf längeren Touren der Saft nicht ausgeht. Kleine Stöße machen dem Gehäuse nichts aus, so wasserdicht wie versprochen ist die Kamera außerdem. Das extrem robuste Gehäuse ist etwas schwerer, als es viele vielleicht von Helmkameras gewohnt sind; über längere Zeit macht sich das ein wenig bemerkbar.

Die Bildqualität

Qualität und Schärfe der Bilder lassen nichts zu wünschen übrig. Dank der Laserausrichtung und der drehbaren Linse lassen sich Motive auf Wunsch klar fokussieren. Videoaufnahmen überzeugen in beiden möglichen Modi durch ein klares, rauschfreies Bild. Zum Rauschen kommt es lediglich bei schlechten Lichtverhältnissen, Aufnahmen in der Dämmerung zeigen nicht ganz die Klarheit von Aufnahmen im vollen Tageslicht.

Fazit

Einfache Bedienbarkeit, gute Bildqualität, viele Montagemöglichkeiten: Wer auf ein Vorschaubild für Actionaufnahmen verzichten kann, erhält mit der Contour ROAM3 einen robusten Begleiter für alle Abenteuer. Die Helmkamera gibt es zur unverbindlichen Preisempfehlung von 229,00 Euro, bei Amazon derzeit für 204,38 Euro.

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