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Die Spracherkennungssoftware Dragon NaturallySpeaking Professional im Test

Wäre es nicht schön, wenn Sie im Arbeitsalltag Ihrem Computer einfach nur Aufgaben diktieren müssten und schon würde er sie erledigen? Spracherkennungssoftware möchte ihren Anwendern die Arbeit genau so einfach machen. Doch nur wenige Programme halten, was sie versprechen. Wie schlägt sich die Software Dragon NaturallySpeaking Professional in der Praxis? Ein Test.

Dragon NaturallySpeaking Professional 13 Dragon NaturallySpeaking Professional 13 © Nuance

Die Spracherkennungssoftware

Dragon NaturallySpeaking Professional 13 von Nuance – kurz Dragon 13 – ist speziell für Unternehmen entwickelt und soll Arbeitsabläufe effizienter gestalten. Unterstützen soll die Spracherkennungssoftware ihre Anwender unter anderem beim Erstellen von Berichten, Tabellen, Präsentationen und Geschäftsberichten unterstützen. Außerdem soll die Software Sprachbefehle erkennen und damit verbundene Aufgaben ausführen. Der Hersteller verspricht eine Worterkennungsquote von bis zu 99 Prozent. Die Vorteile für die Anwender: Die meisten Menschen sprechen etwa drei Mal schneller, als sie tippen. Mit einer Spracherkennungssoftware lassen sich dadurch vor allem Routineaufgaben wesentlich schneller erledigen, der Arbeitsalltag lässt sich effizienter gestalten.

Dragon 13 bringt außerdem eine kostenlose App mit. So können Sie auch unterwegs Ideen auf iOS-Geräte diktieren. Kompatibel ist die Software darüber hinaus mit den Diktiergeräten von Nuance. Zurück am Arbeitsplatz spielen Sie die Audiodateien auf Ihren Rechner auf und die Software wandelt diese in Textdateien um.

Die Systemanforderungen:

  • Betriebssysteme Windows 8 und 8.1, 32-Bit und 64-Bit; Windows 7, 32-Bit und 64-Bit
    Windows Server 2008 R2, 64-Bit; Windows Server 2012 Standard Edition, 64-Bit
  • mindestens 2 GB RAM für 32-Bit-Versionen von Windows 7, Windows 8 und 8.1
  • 4 GB RAM für 64-Bit-Versionen von Windows 7, 8 und 8.1 sowie Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012
  • mindestens 4 GB freier Festplattenspeicher; zu Beginn der Installation braucht das Programm drei Mal mehr Speicherplatz.

Dragon 13 im Praxistest

Wie gut funktioniert Dragon 13 nun in der Praxis? Bevor es an den Sprachtest geht, muss das Programm zunächst installiert werden. Anschließend können Anwender aus einer Liste die zur Verfügung stehenden Mikrofone wählen. Auch die Mikrofone eines Notebooks werden unterstützt, anders als bei den Vorgängerversionen. Zuvor prüft das Programm allerdings, ob die Soundqualität ausreicht. Ist das bei den internen Mikros nicht der Fall, muss mit externen Mikros gearbeitet werden.

Ist das Programm installiert und das Mikro ausgewählt, geht es zum Übungsdiktat. Die Nutzer sprechen einige wenige Sätze ein, anschließend erstellt die Software automatisch ein Nutzerprofil. Das Programm ist über eine Menüleiste stets am Bildschirmrand angedockt; wer es nicht benötigt, richtet es so ein, dass sich die Leiste verkleinert und dezent in den Hintergrund rückt.

Beim Sprachtest überrascht Dragon 13 mit einer enorm hohen Erkennungsquote: Auf 1.700 Zeichen kamen im Test durchschnittlich neun bis zehn Fehler – das ist ein erstaunlich guter Wert. Deutlich und klar sollte man natürlich sprechen, vor allem Wortendungen sollten deutlich formuliert werden. Die Software erweist sich Dialekten gegenüber aber als sehr tolerant und versteht zum Beispiel auch einen leichten Berliner Einschlag. Neben Deutsch versteht Dragon 13 auch Englisch, ebenfalls in verschiedenen Dialekten.

Trainierbare Wortschatz

Einiges beherrscht die Software nicht auf Anhieb: Probleme gibt es etwa weiterhin bei Groß- und Kleinschreibung, bei Getrennt- und Zusammenschreibung, Wörtern mit Bindestrich, Produkt- und Eigennamen sowie Abkürzungen – also bei den Wörtern und Begriffen, bei denen Kontext, Sprachgefühl und Intuition wichtiger sind als Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse. Doch Dragon 13 lässt sich trainieren, um diese Lücken zu schließen. Über die Funktion „Smart Format“ können Anwender zum Beispiel kontinuierliche Korrekturen eingeben. Soll Millimeter immer als mm und Zentimeter als cm geschrieben werden, lässt sich das hier einstellen. Darüber hinaus können Sie eigene Wort- und Abkürzungslisten anlegen und diese mit weiteren Nutzern in Ihrem Unternehmen teilen. Der Vorteil der Professional Variante: Unternehmen können ein Fachvokabular anlegen, in dem branchen-, produkt- und unternehmensspezifische Begriffe gespeichert werden.

Wer ein Wort korrigieren möchte, sagt einfach den Sprachbefehl „korrigier (Wort)“ und erhält mehrere Korrekturmöglichkeiten zur Auswahl. Das Programm versteht außerdem Sprachbefehle wie „fett“ und „kursiv“ und formatiert den Text entsprechend.

Mit Dragon 13 lässt sich direkt in Microsoft-Programme wie Word und Excell schreiben. Außerdem können Anwender Mails direkt in ihrem E-Mail-Programm diktieren. Dragon 13 beherrscht außerdem Kurzbefehle, mit denen Nutzer weitere Programme bedienen oder durch das Internet navigieren können. Diese Kurzbefehle lassen sich als Routineaufgaben definieren. So legen Sie zum Beispiel fest, dass sich beim Befehl „Mail schreiben“ Ihr E-Mail-Programm öffnen soll.

Fazit

Die Spracherkennungssoftware Dragon NaturallySpeaking Professional 13 bietet eine Erkennungsquote, die man vor wenigen Jahren noch für unmöglich gehalten hätte. Eigene Wörterbücher senken die Fehlerquote weiterhin. Über Sprach-Kurzbefehle lassen sich andere Programme und Browser steuern. So bequem ließen sich Dokumente selten erstellen.

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