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Dropbox – Online-Dateisystem

Dropbox LogoWer kennt das nicht: man muss an wichtige Dateien und man hat den USB-Stick vergessen oder verloren? Genau so ging es Drew Houston. Mittlerweile gibt es viele gute und auch schlechte Anbieter von so genannten Online-Dateisystemen. Das sind Speicherplätze im Internet, die man von überall nutzen und somit dieses Problem umgehen kann. Houston entwickelte damals Dropbox was heute vorgestellt werden soll. Online-Speicherplatz gibt es wie Sand am Meer; also wieso ausgerechnet Dropbox?


Dropbox läuft auf allen gängigen Desktop-Plattformen darunter Windows, Linux (Pakete für Ubuntu und Fedora, Quellen für alle anderen Distributionen) und Mac OS. Darüber hinaus ist Dropbox erhältlich für mobile Geräte wie iPhone und iPad, zudem für Android. Blackberrys sollen laut Website auch bald unterstützt werden. Download kann man das ganze unter www.dropbox.com

Dropbox integriert sich in das lokale Dateisystem. In der Praxis installiert man das Programm und erhält ein neues Verzeichnis namens Dropbox. Alles was man in diesen Ordner legt, wird automatisch auf die Dropbox-Server kopiert und an alle eigenen Dropbox-Computer weitergegeben (man muss also Dropbox auf jedem Computer installieren auf dem man die Dateien haben möchte). Wenn die anderen Computer online sind, kann sofort synchronisiert werden, falls nicht, wird synchronisiert sobald eine Internetverbindung besteht.

Von allen Dateien wird eine so genannte History (dt. Geschichte) aufgehoben. Das heißt, dass man alte Versionen eines Dokumentes wiederherstellen kann. Beliebige Ordner können mit anderen Dropbox-Benutzern geteilt werden was bei Teamarbeit sehr praktisch ist. Möchte man eine Datei mit Anderen teilen die kein Dropbox-Konto haben (wollen), kann man die Datei einfach in den Unterordner Public schieben und bekommt mit einem Rechtsklick auf die Datei -> Dropbox -> Copy Public Link einen öffentlichen Link auf die Datei, der dann per e-Mail oder MSN weitergegeben werden kann. Bilder, die in den Unterordner Photos gelegt werden, können als öffentliche Bildergalerien geteilt werden. Auch wenn zwei Benutzer an der gleichen Datei arbeiten, ist das Programm schlau genug das zu erkennen und zwei Kopien zu speichern. Für Computer im gleichen netz kann LAN Sync aktiviert werden. Damit werden die Dateien direkt über das Netzwerk synchronisiert (eine zentrale Kopie wird trotzdem auf den Server kopiert).

Ein kostenloses Konto hat all diese Features und 2GB Speicherplatz. Mit einem Einladungssystem kann man sich pro geworbenem Benutzer 250MB dazuverdienen (bei 8GB ist aber Schluss). 50GB kosten 9,99USD und 100GB 19,99USD im Monat. In der Kritik steht Dropbox dafür, dass der Verschlüsselungsalgorithmus geheim gehalten wird. Dies kann man jedoch auch umgehen, indem man wichtige Daten einfach selbst mit z.B. TrueCrypt selbst verschlüsselt. Zu guter letzt ist noch zu erwähnen, dass die Upload-Geschwindigkeit für normale Dateigrößen in Ordnung ist. Bei größeren Dateien (ca. ab 100MB) dauert der Server-Abgleich aber recht lang. Ich wünsche viel Spaß beim Testen.

PS:
Wem Dropbox nicht gefällt, kann Ubuntu One ausprobieren.
Hier meine Beispielgalerie