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Google Body Browser

Google Body BrowserVon Zeit zu Zeit lohnt es sich immer wieder einmal bei den Firmen in den Laboren zu stöbern. Denn dort entstehen die Ideen, die später zu unserem alltäglichen Leben gehören könnten - wie erst kürzlich bewiesen durch Google Street View. Nun muss auch gesagt werden, dass sich nur die wenigsten der Ideen auch wirklich durchsetzen. Ganz neu ist eine kleine Vorschau des Google Body Browsers. Der Name ist ziemlich selbsterklärend. Für alle anderen: im Grunde genommen Street View für unseren Körper.

Die Seite von Google Body Browser sieht schlicht aus. Das soll sie aber auch, da es momentan nicht mehr als ein Konzept ist. Um die Seite ordentlich anzeigen lassen zu können, benötigt man einen WebGL-fähigen Browser. WebGL ist eine 3D-Programmierschnittstelle für Browser (ähnlich OpenGL). Momentan bieten nur Mozillas Firefox und Googles Chrome (jeweils in der neuesten Beta-Version) diese Eigenschaft. Aber spätestens 2011 werden auch alle anderen gängigen Internet-Browser WebGL-Support mitbringen. Wer nur einmal testen möchte, kann sich unter den Firefox Nightly Builds die neueste Version für sein Betriebssystem heraussuchen gbe herunterladen. Das Paket nach dem Download einfach entpacken und den Browser starten.

Nun sollte nach Aufrufen der Website ein menschlicher Körper angezeigt werden. Die einzigen Steuerelemente sind auf der linken Seite platziert. Hier kann man als erstes auswählen, welche Organe angezeigt werden sollen. Es ist auch möglich nur Knochen oder Muskeln anzeigen zu lassen. Mit den zwei Schaltern darunter kann man mehrere „Views“ miteinander mischen. Dies ermöglicht es z.B. Knochen und Muskeln gleichzeitig zu sehen. Ganz unten kann man zudem Beschriftungen an- bzw. abstellen. Ganz oben rechts ist auch noch eine Suche (wäre ja noch schöner, wenn das bei Google fehlte) integriert mithilfe der man schnell nach z.B. dem „achilles tendon“ suchen kann.

Das interessante an diesem Projekt ist, dass für das ganze Mediziner-Spektakel kein Plugin verwendet wird. Kein Flash. Kein Java. Ein moderner Browser ist alles was man in Zukunft benötigen wird. Dies benötigt weitaus weniger RAM und beansprucht noch weniger CPU-Power. Da man die Browser als portable Versionen herunterladen kann und man also nur diese Seite besuchen musst, lohnt sich ein Test auf jeden Fall – besonders als Medizin-Student! 😉