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Küchentrends von der IFA 2015: Smarter kochen

Seit dem 4. und noch bis zum 9. September 2015 zeigt in Berlin die Internationale Funkausstellung wieder, was angesagt ist im Elektronikbereich. Schon längst ist auf der IFA nicht mehr nur Unterhaltungselektronik vertreten, auch Küchen- und Haushaltsgeräte ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Ein Trend zeichnet sich dabei klar ab: Die neuen Küchen werden smarter.

Siemens Home Connect IFA 2015 Siemens Home Connect © Messe Berlin

Intelligente und vernetzte Küchengeräte

Küchentrends von der IFA 2015: In diesem Jahr stellen die Hersteller vor allem Geräte vor, die das Kochen einfacher und angenehmer machen sollen. Dabei folgen sie zwei Trends: Immer mehr Menschen kochen gerne aufwendig und widmen sich der Zubereitung exklusiver Rezepte. Gleichzeitig haben die meisten Hobbyköche aber immer weniger Zeit zum Kochen. Etwas Außergewöhnliches soll also auf den Tisch kommen, in möglichst kurzer Zeit und mit kurzer Vorbereitungszeit. Smarte Küchentechnik soll Hobbyköche dabei unterstützen.

Intelligente und vernetzte Haushaltsgeräte sind längst in der Küche angekommen. Auf der IFA 2015 präsentiert zum Beispiel das Start-up Cuciniale seine Entwicklungen: einen Sensor und ein Kochfeld, die zusammen mit einer App für den perfekten Garpunkt sorgen sollen. Fleisch, Fisch und andere Gerichte sollen perfekt serviert werden – der Cuciniale Sensor, „Gourmetpilot“ genannt, analysiert die Eigenschaften des Gerichts, zum Beispiel eines Steaks: Er misst Wasser-, Eiweiß- und Fettgehalt, Dicke und Menge. Aus den Ergebnissen berechnet er den idealen Garzeitraum und funkt die Ergebnisse an eine App. Zusätzlich gibt es ein smartes Kochfeld, das die Anweisungen aus der App automatisch umsetzen soll. 2016 sollen Partnerunternehmen Geräte mit der Cuciniale-Technologie in den Handel bringen.

Vernetzte Küchentechnik

Bosch und Siemens zeigen an ihren Ständen ebenfalls vernetzte Küchengeräte. „Home Connect“ lautet das Motto, die Küchengeräte lassen sich ins Heimnetzwerk einbinden und über eine zentrale Steuerungseinheit bedienen. Ein smartes Kochfeld von Bosch reguliert zudem die Temperatur automatisch und hält diese konstant. Das soll ein Anbrennen des Essens verhindern. Mischgeschicke wie verbranntes Fleisch und verkohltes Gemüse können die smarten Geräte zwar nicht vollkommen abwenden. Sie sollen Hobbyköche aber dabei unterstützen, die Funktionen der modernen Technik sinnvoll und effektiv zu nutzen, um so möglichst optimale Ergebnisse zu erzielen, erklärt Karsten Ottenberg, Chef des Haushaltselektronikherstellers BSH.

Nicht nur Küchengroßgeräte präsentieren sich auf der IFA smarter, auch kleine Haushaltsgeräte sind mit intelligenter Technologie ausgerüstet. Tefal stellt zum Beispiel die Fritteuse ActiFry Smart XL mit. Die verfügt über einen Bluetooth-Sensor, über den sie sich mit mobilen Endgeräten verbinden kann. Der Nutzen? Wenig mehr als ein Gimmick, aber wer mag, soll die Fritteuse vom Sofa aus mit dem Smartphone steuern können.