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Zurück in die Zukunft: Wie viel Zukunft ist heute?

Heute ist der 21. Oktober 2015 – eigentlich ein ganz unschuldiger Mittwoch. Es ist aber auch der Tag, zu dem Mary McFly und Doc Brown in der Filmkomödie „Zurück in die Zukunft II“ landen. 1989 schienen 26 Jahre in der Zukunft weit entfernt zu sein. Doch wie viel von dem, was sich die Filmemacher vorstellten, ist heute wirklich Realität geworden?

DeLorean DMC-12 Zeitmaschine DeLorean DMC-12 Zeitmaschine © Ed g2s – de.wikipedia.org

Zukunftsvisionen aus dem Kino

Autor Bob Gale und Regisseur Robert Zemeckis haben sich die Geschichte zu „Zurück in die Zukunft II“ ausgedacht – und so falsch lagen sie mit ihrer Zukunftsversion gar nicht. Im Film landen McFly, dargestellt von Michael J. Fox, und Doc Brown, gespielt von Christopher Lloyd, im Jahr 2015, genauer gesagt am 21. Oktober. Im Film sitzt eine Familie mit Datenbrillen am Küchentisch, die Menschen führen Videotelefonate und Jugendliche fahren mit Hoverboards durch die Gegend.

Zugegeben, die Datenbrille gibt es, durchgesetzt hat sie sich aber noch nicht. Die Technologie für Hoverboards existiert durchaus, als Sportgerät für Jugendliche haben die Boards aber noch keine Verbreitung gefunden. Videotelefonie gehört dagegen fast schon zum Standard, wenn auch eher über Tablets und Smarphones als über große Videoleinwände. Der Film zeigt auch smarte Haussysteme, die zum Beispiel den Fingerabdruck als Türschlüssel benutzen. Solche Smarthome System gewinnen tatsächlich zunehmend an Beliebtheit. Intelligente Kleidung haben zwar noch nicht so viele Menschen im Kleiderschrank, aber es gibt sie.

Wo weichen Film und Realität ab?

Dass die Zukunftsversion von „Zurück in die Zukunft II“ vergleichsweise realistisch geworden ist, verleiht dem Film Medienwissenschaftlern zufolge auch seine anhaltende Beliebtheit. In einem Detail lagen die Macher des Films dagegen sehr daneben: In „Zurück in die Zukunft II“ schicken sich die Menschen noch eifrig Faxe zu. Tot ist das Faxgerät zwar nicht, doch hat das Internet heute den physischen Schriftverkehr in weiten Teilen ersetzt. 1989 ließ sich die rasante Entwicklung des World Wide Web für die Filmemacher noch nicht vorausahnen.

Eine andere Zukunftsversion ließ sich bis heute dagegen noch nicht in die Tat umsetzen: das fliegende Auto. Fahrassistenzsysteme werden immer intelligenter, das selbstfahrende Fahrzeug ist bereits entwickelt und wird sich Zukunftsforschern zufolge auch durchsetzen. Doch in die Lüfte erhebt sich noch kein Auto. Viele Forscher versuchen sich an der Entwicklung eines fliegenden Autos, darunter auch das US-amerikanische Militär, doch brauchen die Prototypen immer noch Rotoren oder Flügel, um tatsächlich abzuheben.

Viele Marken haben sich den Hype um den Film derweil zum Anlass genommen, 2015 an den Dingen zu arbeiten, die in „Zurück in die Zukunft II“ vorkommen: Pepsi bringt die Pepsi Perfect auf den Mark, Nike arbeitet am selbstbindenden Schuh. Und Mattel hat Anfang des Jahres ein Hoverboard vorgestellt, dass sich entlang von Magnetschienen fortbewegt.