Anleitung: Squid-Proxy-Server installieren unter Linux Debian

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Ein Squid-Proxy-Server ist eine Software, die als Zwischenstation (Proxy) zwischen Clients (z. B. Browsern) und dem Internet agiert. Er dient dazu, den Datenverkehr zu steuern, zu beschleunigen, zu überwachen oder zu filtern.

Als Erstes müsst ihr euch Squid downloaden. Das funktioniert mit dem Befehl.
https://www.squid-cache.org/

Danach müsst ihr das .gz Archiv entpacken.
tar xvfz squid-2.7.STABLE7.tar.gz

Nun müsst ihr in das Verzeichnis wechseln, in das ihr Squid entpackt habt.
cd squid-2.7.STABLE7

Jetzt muss man einstellen, wohin Squid installiert wird. In dem Beispiel installieren wir es nach /usr/local/squid/.
./configure –prefix=/usr/local/squid

Das Ganze compilen wir mit diesem Befehll
make

Die Installation führen wir mit dem Befehl aus:
make install

Anschließend muss man noch einen Systemuser für Squid erstellen.
useradd -g nogroup -d /usr/local/squid -c „Proxy-Squid“ -s /bin/bash squid

Jetzt muss noch ein Verzeichnis für den Cache erstellt werden.
mkdir /usr/local/squid/var/cache

Die Rechte für den Ordner /usr/local/sqid/var muss man noch anpassen, damit Squid Schreibrechte hat.
chown -R squid.root /usr/local/squid/var

Damit man später prüfen kann, ob der Squid-Server auch läuft, muss man einstellen, das ein Pid-File beim Start erstellt wird.
Dazu öffnet man die Datei squid.conf mit dem folgenden Befehl.
nano /usr/local/squid/etc/squid.conf
Dort sucht man diesen Befehl:
#pid_filename /usr/local/squid/var/logs/squid.pid
Hier entfernt man das # vor dem eigentlichen Befehl, so dass er nicht mehr auskommentiert ist.

Jetzt kann man den Cache von Squid initialisieren. Dazu führen wir diese Befehlskette aus.
su squid
cd /usr/local/squid/sbin
./squid -z

Anschließend können wir Squid mit dem folgenden Befehl starten.
./squid

Installation von Webmin

Aber jetzt können wir den Squid-Proxy bisher nicht verwenden. Wir müssen diesen erst noch konfigurieren, das wäre entweder über das Config-File möglich oder man macht es komfortabler über das Webinterface von Webmin.
Dazu müssen wir aber erst Webmin herunterladen.
wget https://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin-1.490.tar.gz

Anschließend muss man dieses Archiv wieder entpacken.
tar xvfz webmin-1.490.tar.gz

Danach müssen wir wieder in das Verzeichnis wechseln, in das wir Webmin entpackt haben.
cd webmin-1.490

Webmin installieren wir über den folgenden Befeh:
./setup.sh

Nachdem wir die Installation gestartet haben, werden wir noch aufgefordert, ein paar Parameter einzugeben. Dort wird abgefragt, wo wir die Konfigurationsdatei von Webmin speichern möchten. Ich würde dazu diesen Ordner empfehlen:
/etc/webmin

Danach werden wir aufgefordert, unser gewünschtes Verzeichnis für die Logfiles einzugeben.
/var/webmin

Anschließend muss man noch den Ordner angeben, in dem sich Perl auf dem Server befindet. Das ist meistens der folgende Ordner:
/usr/bin/perl

Anschließend kann man sich aussuchen, auf welchem Port Webmin laufen soll. Standardmäßig läuft es über den Port 10000. Ihr könnt aber hier jeden beliebigen Port wählen, wie z. B.:
29381

Jetzt muss man den Administrator-Benutzernamen eingeben, über welchen man sich später einloggen möchte. Ich nehme hier z. B. als Username:
administrator

Danach kann man sein gewünschtes Passwort eingeben. Wichtig ist, dass man hier nicht so ein leichtes Passwort wie 123456 oder so nimmt.

Danach wird gefragt, ob SSL genutzt werden soll. Ich würde hier empfehlen, das zu aktivieren. Dazu müsst ihr in der Shell nur das eingeben:
y

Als Nächstes werden wir gefragt, ob Webmin beim Booten des Servers starten soll. Das Ganze bestätigen wir auch wieder mit „Ja“. Dazu geben wir einfach das ein.
y

Nun können wir Webmin über unseren Browser aufrufen, indem wir die IP Adresse desServers und den gewünschten Port eingeben. Wie es z. B.
https://169.178.1.1:29381/
In dem Webinterface kann man sich einfach mit dem Usernamen und Passwort einloggen.

Jetzt müssen wir die Pfade von dem Squid-Modul im Webmin konfigurieren. Dazu gehen wir in der Sidebar über „Servers“ zum Menupunkt „Squid Proxy Server“.
Dort müssen wir die folgenden Verzeichnisse eingeben:
Full path to squid config file: /usr/local/squid/etc/squid.conf
Squid executable: /usr/local/squid/sbin/squid
Full path to PID file: /usr/local/squid/var/logs/squid.pid
Full path to squid cache directory: /usr/local/squid/var/cache
Squid cachemgr.cgi executable: /usr/local/squid/libexec/cachemgr.cgi
Full path to squid log directory: /usr/local/squid/var/logs

Jetzt habt ihr Squid und Webmin fertig installiert. Jetzt könnt ihr komfortabel über das Webinterface euren Squid-Proxyserver verwalten.

1 Gedanke zu „Anleitung: Squid-Proxy-Server installieren unter Linux Debian“

  1. Hey,

    könnten Sie noch erklären wie ich jetzt z.B.
    meinen lokalen Rechner mit dem Proxy verbinde?
    Ich erhalte immer die Fehlermeldung:

    ERROR
    The requested URL could not be retrieved

    While trying to retrieve the URL: http://crafters-united.de/

    The following error was encountered:

    Access Denied.

    Access control configuration prevents your request from being allowed at this time. Please contact your service provider if you feel this is incorrect.

    Your cache administrator is webmaster.
    Generated Mon, 16 Jan 2012 11:32:22 GMT by xray902.server4you.de (squid/2.7.STABLE7)

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