AMAZON geht unter die Serienproduzenten
14 Piloten produziert – mit durchaus hochkarätigen Schauspielern
Rund 400 Vorschläge für Serien sollen bei Amazon eingegangen sein, berichtet das Magazin CNET. 14 davon haben die Amazon Studios schließlich ausgewählt. Das Angebot beschränkt sich bisher auf Comedy und Kinderserien – im Fernsehen in der Regel eine sichere Bank, vermutlich wird das im Netz nicht anders sein. Dafür konnten die Amazon Studios durchaus Hochkaräter verpflichten: Für die Serie „Alpha House“ steht zum Beispiel John Goodmann vor der Kamera, Bill Murray und Stephen Colbert haben Gastauftritte. In „Dark Minions“ sind Teile des Casts aus „The Big Bang Theorie“ zu sehen – keine schlechten Zugpferde für eine rein im Netz ausgestrahlte Serie.
Über Langzeitproduktion entscheidet das Zuschauer-Feedback
Für die Entscheidung, welche Serien in die Langzeitproduktion gehen, möchte Amazon nicht nur die Zuschauerzahlen, sondern auch das Feedback des Publikums auswerten. Das könnte ein entscheidender Vorteil sein gegenüber dem Fernsehen, wo Entscheidungen rein nach Quote getroffen und bei bestimmten Zielgruppen beliebte Serien mangels Publikumsmasse abgesetzt werden. Über das Veröffentlichungsschema ist man sich bei Amazon allerdings noch unsicher: Möglich wäre es zum Beispiel, komplette Staffel durchzuproduzieren und sie gesammelt zum Download anzubieten. Das würde den modernen Sehgewohnheiten entgegenkommen. Der Nachteil: Die Folgen lägen ziemlich lange unausgestrahlt herum. Auch der Bezahlmodus für Lovefilm-Kunden steht noch nicht fest. Für Amazon-Prime-Kunden in den USA sind die Serien kostenfrei.