70 Prozent aller Haushalte nutzen Breitbandinternet
Verbindungen mit 50 Mbits bisher nur wenig verbreitet
Zum Jahresende legt die Bundesnetzagentur ihren Tätigkeitsbericht über die Telekommunikation in Deutschland 2013 vor. 70 Prozent der Haushalte nutzen demnach Breitbandinternet; in absoluten Zahlen ausgedrückt, gehen 2013 etwa 28,4 Millionen Menschen über einen Breitbandanschluss ins Netz. 58 Prozent aller Haushalte könnten zufolge der Bundesnetzagentur sogar mit 50 Megabits pro Sekunde im Netz unterwegs sein, allerdings nutzt bislang nur ein geringer Teil diese schnellen Verbindungen. Die Anzahl der Anschlüsse ist seit 2010 zwar um 40 Prozent gestiegen, jedoch sind tatsächlich nur 14 Prozent aller deutschen Internetnutzer mit Anschlüssen unterwegs, die 30 Megabits pro Sekunde oder mehr bieten. Am politischen Ziel für 2018 hält die Bundesnetzagentur allerdings fest: Bis dahin soll eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbits-Anschlüssen in Deutschland erreicht werden.
Überdurchschnittlich im EU-Vergleich
Derweil fehlt es zurzeit noch an einem flächendeckenden Netz für die etwas langsameren Verbindungen. Die Bundesnetzagentur definiert jeden Anschluss, der den Zugang zum Internet mit 1 Mbit oder schneller erlaubt, als Breitbandanschluss. In einigen Regionen in Deutschland steht nicht einmal das zur Verfügung, da schlicht die entsprechenden Kabel und Anschlüsse nicht verlegt sind. Während einige Haushalte ganz freiwillig auf schnelle Anschlüsse oder generell aufs Internet verzichten, haben andere keine Wahl und müssen auf langsame Verbindungen zurückgreifen.
Im europäischen Vergleich steht Deutschland dennoch gut da, wie Bundesnetzagentur-Chef Jochen Homann berichtet, die Breitband-Verbreitung sei überdurchschnittlich.