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Das Smartphone als Geldbörse: Cashcloud im Test

Cashcloud will der neue, mobile Bezahldienst sein und damit Größen wie PayPal Konkurrenz machen. Wie funktioniert die Cashcloud eWallet und für welche Anwendungen ist sie gedacht? Wie einfach lässt sich der Zahlungsverkehr über die App bewerkstelligen? Wir von servervoice.de haben einmal den Test gemacht.

Was ist Cashcloud?

Laut Eigenwerbung will Cashcloud ein elektronisches Portemonnaie sein, ein eWallet also. Einmal aus dem Google Play Store heruntergeladen, ermöglicht die App die Anmeldung mit dem Facebook-Account, dem Twitter-Account oder Nutzername und Passwort. Nutzer haben nun Zugriff auf ihre Freundesliste aus dem jeweiligen sozialen Netzwerk. Mit wenigen Klicks können Geldbeträge an ausgewählte Freunde übertragen werden. Schuldet einer der Freunde dem Cashcloud-User Geld, kann dieser über die App eine freundliche Zahlungserinnerung verschicken. Bargeldlose Zahlungen in Shops sollen außerdem möglich sein. Ein kleines Goodie halten die Cashcloud-Macher außerdem parat: Wer seine Erfahrungen mit dem Dienst teilt oder seine Freunde zur Nutzung der App bewegt, erhält Cashcredits, die sich in Bargeld umtauschen lassen.

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Der Funktionsumfang

Je nach Kostenmodell stellt Cashcloud seinen Usern folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Geld an Freunde überweisen – im privaten Kostenmodell kostenlos.
  • Geld über soziale Netzwerke oder per SMS anfordern – ebenfalls kostenlos.
  • Geld erhalten – für Privatnutzer kostenlos, mit „Corporate“-Konto fällt eine Gebühr von 1,9 bis 2,5% der erhaltenen Summe an, plus 0,15 Cent Pauschale.
  • Geld vom eWallet auf das eigene Girokonto überweisen – gegen eine Gebühr von ein bis zwei Euro.
  • Cashcloud bewerten und Freunde einladen, um Cashcredits zu verdienen – ab 500 Cashcredits können diese in Bargeld gewechselt werden, der Wechselkurs ist allerdings noch nicht bekannt.
  • Bargeldloser Zahlungsverkehr über das Smartphone mit einem zusätzlichen NFC-Sticker.

Die Handhabung

Bevor User die Cashcloud App nutzen können, müssen sie sich für eins von fünf Kostenmodellen entscheiden, der kostenfreien Basisversion und Varianten für Privatuser und Geschäftskunden. Die kostenfreie Freemium-Version erlaubt nur eingeschränkte Funktionen, so ist es zum Beispiel nicht möglich, Geld vom eWallet aufs eigene Konto zu überweisen. Wer Geld an Freunde überweisen oder bargeldlos zahlen möchte, muss sein elektronisches Portemonnaie zudem erst füllen – es gilt das Prepaid-Prinzip, anders als etwa beim Konkurrenten PayPal ist kein Lastschriftverfahren möglich.

Die App ist übersichtlich aufgebaut, die einzelnen Funktionen stehen als große Buttons zur Auswahl. Die Freundesliste ist ebenso übersichtlich gestaltet, zwischen Facebook- und Twitter-Freunden wird einfach per Fingertipp gewechselt; die Usability der App überzeugt also. Laut den Betreibern soll Cashcloud einen sicheren Zahlungsverkehr ermöglichen. Das Prepaid-Modell bewahrt immerhin davor, mehr Geld auszugeben, als vorhanden ist. Sollte das Smartphone oder Tablet gestohlen werden, können User sich über ihren Rechner in ihr eWallet-Konto einloggen und das Konto sperren.

Fazit

Cashcloud ist eine nutzerfreundlich aufgebaute, einfach zu nutzende App, deren unterschiedliche Kostenmodelle allerdings etwas verständlicher sein könnten. Für Micropayments und schnelle Geldanforderungen ist Cashcloud mit Sicherheit interessant. Der bargeldlose Zahlungsverkehr kann nur mit einem zusätzlichen NFC-Sticker genutzt werden – und nur in Shops mit entsprechendem Lesegerät. Über dieses verfügen heute etwa 30.000 Geschäfte in Deutschland.

Bildnachweis: Screenshot Cashcloud