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Radwechsel steht an

Der Frühling ist da. Die Sonne scheint fortan länger und wird von Tag zu Tag intensiver. Somit wird es Zeit sein Auto von Winter auf Sommerbetrieb umzustellen – ergo, auf Sommerreifen zu wechseln. Zwar heißt es im Volksmund, Winterreifen von O bis O (Oktober bis Ostern), da Ostern jedoch erst Ende April sein wird, kann der Autonutzer auch schon jetzt an den Wechsel denken.
Es muss allerdings nicht immer die Werkstatt sein. Mit wenig zu beachtenden Punkten, kann jeder den Wechsel selbst vornehmen. Wichtig ist, dass die Sommerreifen mindestens eine Profiltiefe von 1,6 Millimeter haben. Alles darunter ist gleichbedeutend damit, dass neue Pneus benötigt werden. Zudem gilt für Reifen, sind sie älter als sechs Jahr, haben zudem Dellen und Risse – tauschen! Der Grund ist, das brüchige Reifen wesentlich schneller platzen können und ein Schleudern verursachen. Abgefahrene Reifen hingegen verlängern den Bremsweg ungemein und erhöht das Risiko von Aquaplaning. Sind die zu tauschenden Winterreifen unregelmäßig abgefahren, deutet dies auf defekte Stoßdämpfer hin. Sie sollten dann eine Werkstatt aufsuchen. Achten Sie zudem darauf, dass Ihre Alu- oder Stahlfelgen keine Unwuchten aufweisen. Sollte im Herbst Ihr Lenkrad gezittert haben, sollten Sie auch unbedingt zum Reifenfachmann.

Sollten diese Punkte nicht festzustellen sein, steht dem selbständigen Radwechsel nichts im Wege. Bocken Sie Ihr Fahrzeug an den Wagenheberaufnahmen auf. Lösen Sie nacheinander die Radmuttern und nehmen Sie die Winterreifen ab. Wenn Sie die Sommerreifen aufsetzen, beachten Sie die Laufrichtung. Der Pfeil auf der Seite muss immer nach vorne zeigen. Nutzen Sie gebrauchte Reifen, sollten Sie von hinten nach vorne tauschen, bzw. das tiefere Profil vorne aufziehen, weil diese das Auto stabilisieren. Außerdem verwenden Sie nur vorgesehene Radschrauben. Die Schrauben werden mit dem vorgeschriebenen Drehmoment in diagonaler Reihenfolge angezogen. Wenn sie nicht fest genug sitzen, können sich die Schrauben während der Fahrt von selbst lösen. Drehen Sie zu fest, können Sie die selbstsichernden Verbindungen zerstören. Im Fachhandel bekommen Sie notwendige Schlüssel mit einem Drehmoment von 60  bis 120 Newtonmeter.

Zum Abschluss prüfen Sie noch den Reifendruck und passen ihn an. Nach ungefähr 100 Kilometern sollten die Radmuttern nochmals auf festen Sitz kontrolliert werden. Sitz alles fest, haben Sie ein halbes Jahr Ruhe. Gute und sichere Fahrt!